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Droht MediaMarkt-Aus in Österreich?

Heute, 14:00

Ein Milliarden-Deal wackelt: Österreich blockiert die Übernahme der MediaMarkt-Mutter durch JD.com. Jetzt steht sogar ein Rückzug im Raum, mit möglichen Folgen für 56 Filialen und 2.000 Jobs.

Die geplante Milliardenübernahme der MediaMarkt-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Online-Riesen JD.com sorgt für zunehmende Unsicherheit – auch in Österreich. Während mehrere EU-Staaten bereits grünes Licht gegeben haben, blockiert Wien den Deal bislang.

Im Raum steht nun ein Szenario, das weitreichende Folgen hätte: ein möglicher Rückzug von MediaMarkt aus Österreich.

Deal seit Juli 2025 bekannt

Bereits im Juli 2025 wurde öffentlich, dass JD.com die Mehrheit an Ceconomy übernehmen will. Damit würde einer der größten Elektronikhändler Europas unter die Kontrolle eines chinesischen Konzerns gelangen.

In mehreren Ländern, darunter Italien und Frankreich, haben die zuständigen Behörden bereits zugestimmt. Auch in Deutschland und Spanien wird eine Freigabe erwartet.

Österreich stellt sich quer

Anders ist die Lage in Österreich: Das zuständige Wirtschaftsministerium hat die Genehmigung der ausländischen Direktinvestition bisher nicht erteilt.

Als Grund werden laut Bericht Sicherheitsbedenken genannt, insbesondere beim Datenschutz. Ceconomy wiederum kritisiert, dass es bislang keine gemeinsame Lösung mit den Behörden gebe, trotz angebotener Zugeständnisse durch JD.com.

Rückzug als mögliche Folge

Sollte Österreich bei seiner Haltung bleiben, könnte der Deal auch ohne den heimischen Markt umgesetzt werden. Laut einem Medienbericht steht deshalb ein Rückzug von MediaMarkt aus Österreich im Raum.

Welche konkreten Auswirkungen das hätte, ist derzeit offen. Klar ist jedoch: MediaMarkt betreibt hierzulande aktuell 56 Filialen und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zukunft ungewiss

Ob es tatsächlich zu einem Rückzug kommt, hängt maßgeblich von den weiteren Verhandlungen zwischen Unternehmen und Behörden ab. Eine Einigung ist derzeit nicht in Sicht.

Für Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigte bleibt die Situation damit vorerst unklar.

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