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Gold-Crash schockt Märkte: Preis fällt um 23 %

Heute, 13:15

Gold galt als sicherer Hafen, doch jetzt fällt der Preis massiv. Seit Ende Jänner verlor das Edelmetall bis zu 23 Prozent. Selbst der Iran-Konflikt stoppt den Absturz nicht. Was jetzt hinter dem Crash steckt.

Der Goldpreis steht massiv unter Druck. Nach jahrelangem Höhenflug ist das Edelmetall seit März deutlich gefallen. Seit dem Rekordhoch Ende Jänner summieren sich die Verluste auf rund 23 Prozent.

Zum Wochenstart am 23. März 2026 setzte sich der Abwärtstrend fort. Eine Feinunze Gold kostete im frühen Handel nur noch etwas mehr als 4.300 Dollar. Das entspricht einem Minus von rund vier Prozent innerhalb weniger Tage.

Noch drastischer ist die Entwicklung bei Silber. Seit Ende Jänner verlor das Edelmetall fast die Hälfte seines Werts. Seit Beginn des Iran-Konflikts liegt das Minus bei mehr als 30 Prozent.

Warum der Preis jetzt abstürzt

Mehrere Faktoren treffen gleichzeitig auf den Markt. Eine zentrale Rolle spielt die geopolitische Lage rund um den Iran-Konflikt.

Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe sind die Ölpreise deutlich gestiegen. Dadurch wachsen die Inflationsrisiken, und die Erwartungen an sinkende Zinsen gehen zurück.

Die Expertin Imaru Casanova erklärt, dass die Aussicht auf weniger Zinssenkungen die realen Renditen steigen ließ und den US-Dollar stärkte. Höhere Zinsen setzen Gold unter Druck, weil das Edelmetall selbst keine laufenden Erträge bringt.

Warum Anleger plötzlich verkaufen

Zusätzlich verschärft sich die Lage an den Finanzmärkten. Laut Experten kommt es derzeit zu verstärkten Mittelabflüssen bei großen Anlagefonds, vor allem in den USA.

Viele Investoren brauchen kurzfristig Liquidität. Deshalb verkaufen sie auch Goldbestände. Dieses Muster ist laut Fachleuten typisch für frühe Phasen eines Marktschocks, in denen mehrere Anlageklassen gleichzeitig unter Druck geraten.

Warum Gold nicht mehr schützt

Die Entwicklung sorgt für Verunsicherung. In früheren Krisen stieg der Goldpreis oft deutlich. Aktuell zeigt sich ein anderes Bild.

Seit Beginn des Iran-Konflikts hat Gold mehr als 18 Prozent verloren, obwohl der Preis zunächst auf über 5.400 Dollar gestiegen war.

Experten sehen darin dennoch keine grundsätzliche Schwäche. Goldexperte Robert Vitye betont, dass ein solcher Rückgang nicht automatisch das Ende der Rolle als sicherer Hafen bedeutet.

Was jetzt auf Anleger zukommt

Kurzfristig dürfte der Goldpreis weiter schwanken. Geopolitische Spannungen, Inflation und Zinspolitik bleiben die entscheidenden Faktoren.

Langfristig gehen Experten weiterhin davon aus, dass Gold seine Funktion als Absicherung behalten kann. Für Anleger mit mittelfristigem Anlagehorizont könnte die aktuelle Entwicklung laut Einschätzungen eine mögliche Einstiegssituation darstellen.

(Red.)

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