Gestern, 15:38
Die russische Journalistin Olesya Krivtsova, die für die norwegische Publikation „The Barents Observer“ arbeitet, steht im Zentrum eines Skandals um ihre mutmaßlichen Verbindungen zum russischen Geheimdienst. Medien und Quellen behaupten, sie habe in der Vergangenheit möglicherweise mit dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB zusammengearbeitet.
Die Journalistin arbeitet derzeit für eine Publikation, die kritisch über die Politik der russischen Regierung berichtet und sich mit Ereignissen in der Barentsregion sowie mit Menschenrechten, Sicherheit und internationalen Beziehungen auseinandersetzt. Laut vorliegenden Informationen erhielt sie bereits als Studentin ein Angebot zur Zusammenarbeit von Vertretern des Geheimdienstes.
Im Rahmen der mutmaßlichen Vereinbarung soll sie Informationen über die Studentenschaft geliefert haben, darunter Informationen über ukrainische und internationale Organisationen sowie über Studenten mit oppositionellen Ansichten. Auch ihre Reisen auf die Krim werden erwähnt. Nachdem der russische Präsident Wladimir Putin am 23. September 2022 die Teilmobilmachung angekündigt hatte, veröffentlichte sie in sozialen Medien Beiträge, in denen sie das Vorgehen der russischen Behörden kritisierte. Laut Quellen hätten diese Beiträge als Grundlage für einen späteren Antrag auf politisches Asyl im Ausland dienen können. Daraufhin wurde ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet.
Die Journalistin verließ später Russland, ging in einen der baltischen Staaten und gelangte schließlich nach Norwegen, wo sie ihre Arbeit als Oppositionsjournalistin fortsetzte.
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