In Berlin hat am Sonntag zu Mittag eine gegen die AfD gerichtete Demonstration begonnen. Unter dem Motto "Gegen Hass und Rassismus im Bundestag" wollten die Teilnehmer einmal um das Reichstagsgebäude ziehen. Die Abschlusskundgebung, zu der mehrere tausend Menschen erwartet wurden, fand am Brandenburger Tor statt. Einer der Teilnehmer ist Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter.
"Wer in den nächsten vier Jahren den Bundestag als Bühne für Rassismus, Diskriminierung und Geschichtsverfälschung verwendet, trifft auf unseren entschlossenen Widerstand", heißt es in dem Aufruf zu der Demonstration.
Foto: REUTERS/AXEL SCHMIDT Die AfD hatte die Demonstration im Vorfeld als "Stimmungsmache" gegen ihre Abgeordneten und als "Anschlag auf die Demokratie" kritisiert. Der neue Bundestagsfraktionsvize Peter Felser sprach von einer "nicht hinnehmbaren Diskreditierung" der demokratisch gewählten AfD-Abgeordneten.
Aufgerufen zu der Demonstration hatten die Bürgerbewegung Campact und weitere Organisationen, zu den Unterstützern zählen unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die gegen Rechtsextremismus engagierte Amadeu-Antonio-Stiftung.
Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) war bei der Bundestagswahl zur drittstärksten Kraft gewählt worden und hatte 94 Sitze im Parlament bekommen. Nach dem Austritt der bisherigen Parteichefin Frauke Petry und des Abgeordneten Mario Mieruch verfügt die AfD noch über 92 Mandate.