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Zivildienst - Bauer will weniger Einsätze im Ausland

Gestern, 14:34

Wie Ministerin Claudia Bauer Medien im Hinblick auf den Zivildienst erklärte, soll sich dieser wieder "stärker auf jene Aufgaben konzentrieren, die mit der zivilen Landesverteidigung zu tun haben".

Im Rahmen der Verlängerung des Wehrdienstes, die die Bundesregierung derzeit verhandelt, steht auch die Verlängerung des Zivildienstes im Raum. Aber auch andere Änderungen dürfte es geben: Wie die zuständige Ministerin Claudia Bauer am Freitag gegenüber dem "Kurier" und "Ö1" ausführte, soll sich dieser wieder "stärker auf jene Aufgaben konzentrieren, die mit der zivilen Landesverteidigung zu tun haben". Einsätze im Ausland sollen eingeschränkt werden.

"Systemrelevante Bereiche im Inland"

"Wir müssen uns sehr genau ansehen, wo wir eine Anrechenbarkeit beim Zivildienst zulassen", so Bauer im ORF-Radio. Im Zentrum sollen "systemrelevante Bereiche im Inland" stehen. Im Vorjahr verrichteten 654 junge Männer ihren Zivildienst im Ausland. "Diese Menschen fehlen genau dort, wo wir sie dringend brauchen. Dort wo Stellen offen bleiben, etwa bei Blaulichtorganisationen, der Pflege (...) oder der Alten- und Kinderbetreuung." Das seien die Bereiche, "die einen Beitrag zum zivilen Miteinander leisten." Im Vorjahr wurde der Bedarf der Zivildiensteinrichtungen zu etwa 90 Prozent gedeckt.

Derzeit kann man sich als junger Mann für den Zivildienst melden, dann einen sogenannten Freiwilligendienst machen und sich das anschließend als Zivildienst anrechnen lassen. Ins Visier nimmt man nun "Kinder- und Jugendbetreuung in Indien oder Wiederaufforstungsprojekte in Costa Rica". Explizit ausgenommen und weiterhin möglich sein werde der Gedenkdienst, da dieser "ein extrem wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur" ist, hieß es aus dem Ministerium auf APA-Nachfrage.

Koalitionspartner gaben sich bedeckt

Die Koalitionspartner SPÖ und NEOS gaben sich sowohl gegenüber der Zeitung als auch "Ö1" bedeckt.

(APA/Red)

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