logo



[email protected]

Aufarbeitung der Corona-Pandemie: Regierung räumt Fehler ein

21-12-2023, 15:28

Die Regierung hat ihre Untersuchung der Corona-Pandemie abgeschlossen. Am Donnerstag gab Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) vor Journalisten zu, dass Fehler gemacht wurden.

Das Projekt zur Aufarbeitung der , das von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) geleitet wurde und sowohl Studien als auch einen Dialogprozess mit der Bevölkerung umfasste, hat zu verschiedenen Maßnahmen geführt. Eine davon ist die strukturierte Einführung von Krisenkommunikation. Es wurden auch Empfehlungen für Wissenschaft, Medien und Bevölkerung abgeleitet.

Nehammer zu Corona-Pandemie: Würden heute vieles anders machen

"Mit dem Wissen von heute würden wir vieles anders machen", so Nehammer bei einer Pressekonferenz. Die Studie führte zu dem Schluss, dass die Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten erhöht werden muss. Dabei wurde auf das bereits im Sommer verabschiedete Bundeskrisensicherheitsgesetz hingewiesen, das die Einrichtung eines Bundes-Krisensicherheitskabinetts vorsieht. Ein Konzept für die Krisenkommunikation, das regelmäßig und unabhängig von Krisen stattfinden soll, soll noch entwickelt werden. Darüber hinaus sollen Maßnahmen gegen Wissenschaftsskepsis ergriffen werden. Schritte zur Attraktivierung von Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen wurden bereits unternommen. Die Weiterentwicklung des bestehenden Dokumentations- und Informationssystems für Analysen im Gesundheitswesen zu einer vollständigen behördlichen Datenauswertungsplattform soll die Entscheidungsfindung stärken. Der Bund, die Länder, die Sozialversicherungsträger und die Forschung sollen Zugang zu den Gesundheitsdaten erhalten. Die Ableitungen aus der Studie wurden heute vom Ministerrat beschlossen.

Nach Aufarbeitung der Corona-Pandemie: Empfehlungen auch für Wissenschaft, Medien und Bevölkerung

Empfehlungen aus der Aufarbeitung sollen an verschiedene Akteure gerichtet sein: Politiker sollen ihre Entscheidungen transparent begründen, verständlich kommunizieren und ihre Entscheidungs- und Beratungsgremien divers besetzen. Auch die Wissenschaft, Medien und die Bevölkerung sollen davon profitieren. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit und Grenzen wissenschaftlicher Forschung und Lehre zu kommunizieren und das Verständnis dafür bereits in Schulen zu fördern.

Die Medien sollen Vertrauen aufbauen, positiv denken und den Dialog fördern. Zudem wird angestrebt, Transparenz und Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Konstruktiver Journalismus zielt darauf ab, handlungs- und lösungsorientiert zu sein, anstatt nur Extreme darzustellen und Ängste zu schüren. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor. Es wird betont, dass die Bevölkerung offen und respektvoll miteinander umgehen sollte und anstatt übereinander zu reden, miteinander sprechen sollte.

(APA/Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]