Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) traf am Dienstag eine Gruppe von Personen, die sowohl die österreichische als auch die palästinensische Staatsbürgerschaft besitzen.
Laut dem Außenministerium der APA gehören die Doppelstaatsbürger zu den 31 Menschen, die am 1. November über den Grenzübergang Rafah aus dem Gazastreifen evakuiert wurden. Schallenberg betonte während des Treffens, dass die sofortige Befreiung aller Geiseln aus den Händen der Terrororganisation Hamas oberste Priorität habe.
"Es muss uns auch gelingen, die dringend erforderliche humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung in den Gazastreifen zu bringen. Der Feind ist die Hamas, nicht die Menschen im Gazastreifen", so Schallenberg. Die Lage in Gaza sei katastrophal. Die Verantwortung dafür trage die Hamas. Sie herrsche seit ihrer Machtübernahme 2007 mit "eiserner Hand über den schmalen Küstenstreifen und hat nichts dazu beigetragen, die Situation der Zivilbevölkerung zu verbessern."
Laut Aussagen des Ministeriums ist das langfristige Ziel der österreichischen Außenpolitik nach wie vor eine verhandelte Zweistaatenlösung, die auf dem Völkerrecht basiert. Diese Lösung soll Israelis und Palästinensern die Chance bieten, Seite an Seite in Frieden und Sicherheit zu leben.