Im 1. Halbjahr 2023 fielen die Einkaufsmengen der Haushalte für Nahrungsmittel um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sie liegen somit knapp unter dem Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

Im 1. Halbjahr 2023 fielen die Einkaufsmengen der Haushalte für Nahrungsmittel um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sie liegen somit knapp unter dem Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie.
Laut dem Minister kaufen die Verbraucher aufgrund der Inflation vermehrt bei Discountern und Supermärkten anstatt bei Direktvermarktern oder Fachhändlern ein. Es wird beobachtet, dass der Verkauf von hochwertigen Lebensmitteln abnimmt und die Vielfalt der Handelsmarken zunimmt. Beim Kauf von teureren Produkten wird eine gewisse Zurückhaltung beim Fleischkonsum festgestellt.
"Die Lebensmittelproduktion und der Lebensmittelhandel in Österreich funktioniert ohne Störungen. Die hohen Energiekosten, die damit verbundenen Steigerungen der Produktions- und Inputkosten und vor allem die Inflation wirken aber nach wie vor entlang der gesamten Wertschöpfungskette", betonte Landwirtschaftsminister Totschnig.

Für die diesjährige Ernte schätzt der Landwirtschaftsminister, dass die Getreideproduktion (ohne Mais) rund drei Millionen Tonnen beträgt. Dies ist auf höhere Erträge und eine größere Anbaufläche zurückzuführen und liegt über dem Vorjahresniveau. Der Minister prognostiziert zudem, dass die Gesamtproduktion mit Mais im Jahr 2023 5,36 Millionen Tonnen überschreiten wird.
Österreich produziert in der Agrarwirtschaft teilweise mehr, als im Inland verbraucht wird. Der Selbstversorgungsgrad beträgt bei Trinkmilch 178 Prozent, bei Rind- und Kalbfleisch 147 Prozent und bei Schweinefleisch 108 Prozent. Der Versorgungsgrad bei Wein liegt bei hundert Prozent. Allerdings wird mehr verbraucht als produziert bei Kartoffeln (90 Prozent) und Getreide (87 Prozent). Die Getreideproduktion schwankt jährlich aufgrund der Witterungsbedingungen, wie das Landwirtschaftsministerium erklärt. Es ist wichtig zu beachten, dass auch Futtergetreide in die Berechnung des Getreideverbrauchs einbezogen wird.
(APA/Red)
