Bei der Bundesübung "UHUdler" des Roten Kreuzes wurden am Freitag und Samstag verschiedene Szenarien im Raum Güssing durchgespielt, darunter eine Massenpanik nach einem Blitzschlag, ein Kanu- und ein Essigsäure-Unfall und ein Amoklauf. Die Teilnehmer waren dabei stark gefordert.
Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten des Roten Kreuzes ebenso zu trainieren wie die Kooperation mit anderen Einsatzorganisationen wie der Feuerwehr und der Polizei. Fast 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ganz Österreich sowie 200 Statisten nahmen im Südburgenland teil.
"Nach dem großen Einsatz während der Pandemie ist es wieder Zeit, uns österreichweit für kommende Katastrophen bestens vorzubereiten", betonte Bundesrettungskommandant Gerry Foitik. Die Übung im Raum Güssing sei ein wichtiges Instrument und ein starkes Zeichen der freiwilligen, professionellen Hilfe gewesen. "Wir konnten viele unterschiedliche Szenarien mit teils sehr hohen anderen Anforderungen üben, viele davon gleichzeitig", zog Hans Peter Polzer, Landesrettungskommandant Burgenland, ebenfalls positive Bilanz.
Bei der Übung war auch ein 5G-Truck von A1 am Einsatzgelände in Betrieb. Dieser sicherte neben der Telekommunikation die Stromversorgung des Camps im Falle eines Blackouts. Teil der Übung war zudem ein Out-of-Sight-Drohnenflug, mit dem die Menschenrettung und Erkundung von Gebieten außerhalb des unmittelbaren Sichtbereiches geübt wurde.