Am Montag starten Betriebsversammlungen der Metalltechnischen Industrie, nachdem die Kollektivvertragsverhandlungen am vergangenen Freitag in der dritten Runde gescheitert sind.
Holpriger hätten die Gespräche kaum verlaufen können: Zunächst sagten Arbeitgebervertreter die Verhandlung aufgrund anonymer Drohungen kurzfristig ab, dann wurden auch die danach wieder aufgenommenen Gespräche nach kurzer Zeit ergebnislos abgebrochen. Zu weit auseinander lagen die Positionen.
Die Arbeitgebervertreter vom Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI) sind am Freitag bei ihrem bisherigen Angebot geblieben, die Arbeitnehmervertreter der Gewerkschaften PRO-GE und GPA sahen darin "keinerlei Bereitschaft, ernsthafte Verhandlungen zu führen". Bei den Betriebsversammlungen, die ab Montag österreichweit stattfinden sollen, werde man auch "vorsorglich Beschlüsse für gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen" einholen, hieß es von den Arbeitnehmervertretern am Freitag in einer Aussendung.
Die Gewerkschaften wollen für die Metaller 11,6 Prozent mehr Lohn, das Angebot der Arbeitgeber liegt bei 2,5 Prozent und einer jährlichen Einmalzahlung von 1.050 Euro. Zusammen mit den Anti-Teuerungs-Maßnahmen der Regierung würde dadurch die Inflation abgedeckt, argumentiert die Arbeitgeberseite.