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Burgenland verteidigte Flöten-Initiative

20-10-2023, 18:14

Das Land Burgenland hat seine Flöten-Initiative in den Volksschulen erneut verteidigt, nachdem sie auf Kritik von Lehrergewerkschaften und der Opposition gestoßen war.

Seit dem Vorjahr werden alle Zweitklässler mit einer Blockflöte ausgestattet, was nach Ansicht der Bildungslandesrätin Daniela Winkler das Musikwesen stärkt. Heinz Josef Zitz, Bildungsdirektor des Burgenlands, berichtete, dass bisher weder Beschwerden noch substanzielle Kritik eingegangen seien.

Flöten-Pflicht: Verwendung bleibe den Lehrern überlassen

Die Verwendung des Instruments im Unterricht bleibe den Lehrerinnen und Lehrern überlassen. Das Hauptziel bestehe darin, den Schülern das Musizieren näherzubringen und ihnen ein eigenes Instrument zu ermöglichen. Gerhard Gutschik, Geschäftsführer der burgenländischen Musikschulen, betonte, dass die Initiative dazu beigetragen habe, die höchsten Anmeldezahlen für Musikschulen in diesem Schuljahr zu verzeichnen. Darüber hinaus soll das Projekt den Nachwuchs für Musikvereine sichern und musisch-kreative sowie soziale Kompetenzen im Unterricht fördern.

Die Kritik am Flötenprojekt kam von Lehrergewerkschaftern, die Bedenken hinsichtlich des Mehraufwands und der Einschränkung der pädagogischen Freiheit der Lehrer äußerten. Ein Gewerkschaftsvertreter bezeichnete die Initiative sogar als "pädagogisch wertlos".

Die Debatte über das Flötenprojekt im Burgenland bleibt weiterhin kontrovers, da verschiedene Ansichten darüber bestehen, wie es sich auf den Unterricht und die Schüler auswirkt.

(APA/Red)

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