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Metaller-KV-Verhandlungsrunde wegen anonymen Drohungen abgesagt

20-10-2023, 12:32

Die heute geplanten Verhandlungen zum Metaller-KV mussten aufgrund von anonymen Drohungen angesagt werden.

In der Metalltechnischen Industrie wollten sich die Sozialpartner Freitagmittag zur dritten Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag 2024 treffen. Doch daraus wird kurzfristig nichts, teilten die Arbeitgebervertreter mit. Sie haben die für heute geplanten Verhandlungen abgesagt. "Grund dafür sind anonyme Drohungen gegen Repräsentanten der Metalltechnischen Industrie", hieß es in einer Aussendung.

Drohungen sorgten für Absage der Verhandlungsrunde für den Metaller-KV

Die beiden Seiten liegen noch sehr weit auseinander. Die Arbeitnehmervertreter von den Gewerkschaften PRO-GE und GPA drohten mit Betriebsversammlungen, wenn es am Freitag zu keiner Einigung gekommen wäre. Die Gewerkschaften wollen für die Metaller 11,6 Prozent mehr Lohn, das Angebot der Arbeitgeber liegt bei 2,5 Prozent und einer jährlichen Einmalzahlung von 1.050 Euro. Zusammen mit den Anti-Teuerungsmaßnahmen der Regierung würde dadurch die Inflation abgedeckt, argumentiert die Arbeitgeberseite.

Binder und Dürtscher: "Drohungen sind absolut inakzeptabel"

"Der Fachverband fordert aufgrund dieser Entwicklungen die Gewerkschaften auf, sich öffentlich von Beschimpfungen und Drohungen gegen die Arbeitgeber zu distanzieren und zu einem sachlichen und nicht diffamierenden Kommunikationsstil überzugehen", schrieb der Fachverband der Metalltechnischen Industrie in der Wirtschaftskammer (WKÖ) am Freitag. "Dann können die Gespräche fortgesetzt werden."

"Drohungen sind absolut inakzeptabel, ein solches Vorgehen lehnen wir ab. Sozialpartnerschaftliche Gespräche sind das Gegenteil von Aggressivität", so die Verhandler der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Reinhold Binder (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA) in einer Aussendung zu den Arbeitgebervertretern. "Gleichzeitig weisen wir den Vorwurf zurück, an solchem Verhalten schuld zu sein." Und: "Wir gehen davon aus, dass konstruktive Verhandlungen zeitnah wieder aufgenommen werden."

(APA/Red)

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