Am Freitag ist ein Mann in einer Geschworenenverhandlung am Landesgericht Wiener Neustadt in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen worden.
Der Betroffene soll unter dem Einfluss einer kombinierten Persönlichkeitsstörung am 6. Dezember des Vorjahres in Aspangberg-St. Peter (Bezirk Neunkirchen) seinen Schwager mit Aceton überschüttet und versucht haben, ihn anzünden. Die Entscheidung ist nach Gerichtsangaben nicht rechtskräftig.
Der 30-Jährige hatte laut früheren Polizeiangaben nach einem Streit die Jacke des 24-Jährigen anzünden wollen. Der Mann konnte flüchten. Daraufhin soll der Betroffene Aceton vor einem Haus verschüttet haben, in dem sich nach Gerichtsangaben eine weitere Person befand. Ein Brand entstand jedoch nicht. Während der 24-Jährige die Polizei rief, flüchtete der Ältere. Er wurde drei Tage später in einem Zug am Bahnhof Wiener Neustadt festgenommen.
Die Geschworenenverhandlung war am 21. Juli gestartet, beim zweiten Termin am Freitag fiel nun eine Entscheidung über den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum. Als Anlasstat wurde versuchte absichtlich schwere Körperverletzung und Drohung mit einer Brandstiftung angenommen. Ursprünglich war im Antrag der Staatsanwaltschaft u.a. versuchter Mord als Anlasstat angeführt worden.