logo



[email protected]

Wifo und IHS rechnen in diesem Jahr mit Rezession

6-10-2023, 10:13

Wifo und IHS haben ihre Konjunkturprognose gegenüber der Juni-Schätzung deutlich nach unten korrigiert.

In diesem Jahr rechnen Wifo und IHS nun mit einer "milden Rezession" in Österreich.

Wifo und IHS erwarten heuer BIP-Rückgang

Erwartet wird für 2023 ein Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,8 bzw. 0,4 Prozent, bei der Sommerprognose war noch ein Wirtschaftswachstum von 0,3 bzw. 0,5 Prozent prognostiziert worden. Außerdem hoben IHS und Wifo die Inflationsprognose für heuer leicht auf 7,8 bzw. 7,7 Prozent an. Starke Zinssteigerungen, gedämpfte Kaufkraft und hohe Energiepreise sowie eine schwache internationale Konjunktur belasten die heimische Wirtschaftsentwicklung im laufenden Jahr.

Prognose 2023 und 2024: BIP-Wachstum, Inflation, Budgetsaldo, Arbeitslosenrate, Ausstoß von Treibhausgasen.

2024 rechnen Wifo und IHS mit Aufschwung

Für 2024 erwarten das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und das Institut für Höhere Studien (IHS) aufgrund kräftiger Reallohnzuwächse und einer Belebung der Weltwirtschaft hierzulande ein reales Wirtschaftswachstum von 1,2 bzw. 0,9 Prozent. Im kommenden Jahr sollte die Inflationsrate laut aktueller Herbst-Prognose auf 4,0 bzw. 4,2 Prozent sinken.

Österreichs Wirtschaft erholte sich von Corona-Krise

Österreichs Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren eine Achterbahnfahrt erlebt: Nach dem coronabedingten Einbruch des realen Wirtschaftswachstums im Jahr 2020 von minus 6,6 Prozent ging es 2021 mit plus 4,2 Prozent und 2022 mit plus 4,8 Prozent wieder steil nach oben. Im zweiten Halbjahr 2022 setzte dann ein internationaler Konjunktureinbruch ein, der auch Österreichs Volkswirtschaft erfasste.

Heimischer Arbeitsmarkt trotz Krisen stabil

Trotz der konjunkturellen Schwächephase erweist sich der österreichische Arbeitsmarkt als robust. Die Zahl der unselbstständig aktiv Beschäftigten soll sich laut Wifo/IHS-Prognose heuer um 1,0 (Wifo) bzw. 1,1 (IHS) Prozent und im kommenden Jahr um 0,5 Prozent erhöhen. Die Arbeitslosenrate soll von 6,3 Prozent (2022) auf 6,5 Prozent (2023) und dann auf 6,6 bzw. 6,8 Prozent (2024) steigen.

(APA/Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]