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Arbeiterkammer kritisiert LKW-Maut in Österreich

5-10-2023, 14:32

Erstmals erlaubt die EU Mautaufschläge, damit die Mitgliedsstaaten die Einnahmen für den Umstieg auf klimafreundlichen Verkehr nutzen können. Doch Österreich verspiele diese Chance, kritisiert die Arbeiterkammer.

"Obwohl zwei Drittel aller Lkw-Kilometer von ausländischen Unternehmen stammen, wird der Schwerverkehr mit diesem Gesetz durch die Inflation sogar noch verbilligt", sagte Lukas Oberndorfer, Arbeiterkammer-Abteilungsleiter Umwelt und Verkehr.

Arbeiterkammer: Österreich verschenkt bei LKW-Maut 1,4 Milliarden

Während Deutschland ab dem 1. Dezember auf schwere Laster knapp 16 Cent Maut pro Kilometer einhebe, seien in Österreich nicht einmal 4 Cent geplant. "Österreich verschenkt hier bis 2026 1,4 Milliarden Euro mehrheitlich an ausländische Unternehmen, obwohl die CO2-Emissionen im Straßengüterverkehr durch die Decke schießen", ergänzte Oberndorfer.

Höhere LKW-Maut reduziert Transitverkehr durch Tirol

Auf den Transitrouten reduziere Österreich die Lkw-Maut, teilte die AK weiters mit. So senke Österreich die Lkw-Maut auf der Brenner Autobahn um 7 Cent pro Kilometer. Dabei sei es immer schwieriger, den Verkehr von rund 7.000 Lkw täglich EU-rechtlich zu beschränken. Und Italien drohe mit einer Klage. "Jeder Cent mehr bei der Lkw-Maut sorgt dafür, dass Lkw-Transitverkehr durch Tirol weniger attraktiv wird", sagte Oberndorfer.

(APA/Red)

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