Die Sorgen rund um die Inflation überschatten alle anderen Sorgern der Österreicher.
Die Sorgen rund um die Teuerung überschatten alle anderen Sorgen der
Österreicherinnen und Österreicher. In einer Umfrage des Zielgruppen
Büro gaben 84 Prozent der Befragten an, sich Sorgen wegen der Inflation
zu machen. Eine deutliche Mehrheit sorgt sich um Nahrungsmittelpreise,
Energiepreise (jeweils 81 Prozent) und Miete bzw. Wohnkosten (73
Prozent). Auf Platz vier reiht sich die Sorge um die steigende Armut in
Österreich bei drei Viertel der Befragten ein.
Drei Tage vor der
IDEALE Konferenz 2023 präsentierte am Montag die P&B Agentur für
Kommunikation zusammen mit der Sozialorganisation neunerhaus die
Ergebnisse der im Vorfeld durchgeführten Online-Befragung. Durchgeführt
wurde die Befragung vom Zielgruppen Büro. Dabei wurden 1.000 Menschen ab
16 Jahren mit Wohnsitz in Österreich von 5. bis 11. September zu
Werten, Engagement und Sorgen befragt.
Die Ergebnisse zeigen laut
dem Umfrageinstitut eine große Unzufriedenheit in vielen Lebens- und
Gesellschaftsbereichen. Während beim 2021 durchgeführten IDEALE
Barometer noch 40 Prozent der Befragten das Gefühl hatten, dass sich
Österreich eindeutig oder eher in die richtige Richtung entwickelt,
teilen diesen Optimismus heuer nur noch 14 Prozent.
Auch in
anderen Bereichen ist die Besorgnis recht hoch: 72,5 Prozent bereitet
das "allgemeine politische Klima" Bauchschmerzen, 67,2 Prozent die
"allgemeine gesellschaftliche Stimmung", 65,8 Prozent die
wirtschaftliche Situation in Österreich. 63,1 Prozent sorgen sich um die
Gesundheitsversorgung im Land, ebenso viele sind mit der Situation der
Zuwanderung nicht einverstanden.
Erst nach der Sorge über die
Kriminalität (62,6 Prozent) folgt jene über den Klimawandel, die aber
noch immer 58,2 Prozent beschäftigt. 55,7 Prozent beschäftigt der
Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine negativ, 50,4 Prozent die
steigenden Kreditzinsen. Rassismus ist für 44,5 Prozent der Befragten
ein Problem, das sie beschäftigt, für 40,6 Prozent der Arbeitsmarkt. Nur
mehr 13,6 Prozent bereitet Corona Sorgen.
Rund neun von zehn
Befragten finden außerdem, dass die Politik keine Ahnung bezüglich der
Ängste und Sorgen der Menschen hat und sich diese zu wenig um die
drängendsten Probleme unserer Zeit kümmern.
Der negativen Stimmung etwas entgegensetzen will Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstag - wohl nicht ohne politischem Hintergedanken. Er präsentiert die Initiative "Glaub an Österreich".