Am Donnerstag fordern ÖVP und FPÖ im Rahmen der Sitzung des NÖ Landtags in einem Antrag härtere Strafen für Klimakleber. Von Seiten der SPÖ ist mit keiner Zustimmung zu rechnen.
Man folge lieber der rechtswissenschaftlichen Expertise statt dem "sensationshaschenden Schrei" von Schwarz-Blau, hieß es am Mittwoch per Aussendung. Der rote Klubobmann Hannes Weninger nannte seinerseits Forderungen zur Kinderbetreuung und zu einem Mehr an Bankomaten.
Im Klimakleber-Vorstoß von ÖVP und FPÖ wird von der Bundesregierung, speziell vom Justizministerium, die Schaffung eines neuen gerichtlichen Straftatbestandes gefordert. Wenn Einsatzfahrzeuge blockiert und dadurch - möglicherweise auch nur fahrlässig - Menschenleben gefährdet werden, soll eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten (im Wiederholungsfall von einem Jahr) möglich werden.
Aus Sicht Weningers kann Schwarz-Blau nicht begründen, wie es zu härteren Strafen kommen soll. "Namhafte Strafrechtler sprechen sich gegen jegliche Anlassgesetzgebung vor allem im Hinblick auf das Jugendstrafrecht aus", betonte der Chef des SPÖ-Landtagsklubs.
"Niemand darf Einsatzfahrzeuge behindern und Menschenleben riskieren.
Das gilt für Lkw-Proteste, Traktor-Blockaden und Klimakleber
gleichermaßen."
Verlangt wird von der SPÖ
in einem Abänderungsantrag für das nächste Landesbudget eine "Anhebung
der Ausgaben für den öffentlichen Verkehr auf das Wiener Niveau". Kommen
müsse zudem ein Klimaschutzgesetz auf Bundes- und Landesebene.
Weiterhin
eingetreten wird von den Sozialdemokraten für Verbesserungen bei der
Kinderbetreuung. "Sein und Schein" klaffe hier in Niederösterreich
weit auseinander. Beim Thema Bargeld müsse es in jeder der 573
Gemeinden zumindest einen Bankomaten geben - sichergestellt durch die
Hypo NÖ und ohne Kosten für Kommunen, Konsumenten und Unternehmer. Ein
weiterer SPÖ-Antrag zielt auf ein Papamonat im Landesdienst ab, wo derzeit nur unbezahlte Karenz in Anspruch genommen werden könne.