2022 ist die Zahl der gemeldeten Arbeitsunfälle im Vergleich zum Jahr davor um rund 1.500 auf 78.905 gestiegen.
Das war aber nicht nur deutlich weniger als die rund 90.000 jährlichen Arbeitsunfälle vor der Coronakrise. Es bedeutete angesichts einer wachsenden Zahl unselbstständig Beschäftigter auch einen Rückgang der Unfallquote, also der Zahl der Unfälle je 10.000 Beschäftigten von 240 auf 238, teilte Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) am Dienstag mit.
Dafür hat es in den Jahren 2021 und 2022 eine Vervielfachung der Berufskrankheiten gegeben. Das sei allerdings auf die Einstufung von als Berufskrankheit zurückzuführen, heißt es in einer Aussendung des Ministeriums. Vor der Pandemie lagen die Berufskrankheiten bei rund 1.000 Fällen pro Jahr, 2022 waren es 8.349 Fälle.
Die Arbeitsinspektion hat 2022 die Zahl ihrer
Betriebskontrollen auf 49.253 gesteigert und dabei 90.288 Übertretungen
festgestellt, das waren um die Hälfte mehr als 2021. Die Zahl der
Strafanzeigen stieg von 883 auf 1.003.