Die rechtlichen Grundlagen für die Gewaltschutz-Hotline 116 016 für Frauen wurden von der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) umgesetzt. Nun wird nach einem Betreiber gesucht.
Nun werde ein Betreiber für die neue Telefonnummer gesucht, hieß es. "Durch die per Verordnung festgeschriebenen Zuteilungsvoraussetzungen möchten wir sicherstellen, dass unter der zugeteilten Rufnummer ein qualitativ hochwertiger Dienst angeboten wird", sagte der zuständige Geschäftsführer Klaus M. Steinmaurer.
Um die Hotline künftig betreiben zu können, müssen Antragsteller unter anderem mindestens drei Jahre Erfahrung in der professionellen telefonischen Beratung und Betreuung von Opfern von Straftaten sowie einschlägige Erfahrungen mit österreichischen und internationalen Opferhilfe- und Opferschutzorganisationen, Kooperationen mit Strafverfolgungsbehörden oder psychologischen Diensten nachweisen. Weitere Auflagen sind laut RTR der Betrieb der Hotline in ganz Österreich, geringe Wartezeiten bei der Entgegennahme von Anrufen sowie die internationale Zusammenarbeit mit Organisationen, die diese Rufnummer in anderen Staaten nutzen.
Die
Hotline 116 016 werde - über ihren Namen hinaus - auch Opfern aller
Geschlechter zur Verfügung stehen und Unterstützung anbieten. "Die
Rufnummer 116 016 dient europaweit einheitlich als Hotline für Rat und Unterstützung suchende Frauen,
die Opfer von Gewalt geworden sind. Ab sofort kann die Rufnummer bei
der RTR beantragt werden", wurde Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post zitiert. "Sechsstellige Rufnummern, die mit 116 beginnen, sind europaweit für
Kinder und Erwachsene, die sich in einer schwierigen Situation
befinden, gedacht." Rufen Betroffene diese Nummern an, erreichen sie die
Hilfsdienste des jeweiligen europäischen Staates. Die Anrufe zu
116er-Rufnummern sind in der Europäischen Union vorwahlfrei und
kostenlos, würden aber nicht die Notrufnummern 122, 133 und 144 bei
akuten Gefahren und Bedrohungen ersetzen, hieß es.
Die Europäische Kommission hat für
den Fall, dass "konkreter sozialer Bedarf" besteht, europaweit
einheitliche Nummern eingeführt. In Österreich sind bisher die Hotline für vermisste Kinder (116 000), die Hotline für Opfer von Straftaten (116 006), die Hotline betreffend Bereitschaftsdienst für ärztliche Hilfe in nicht lebensbedrohlichen Situationen (116 117) und die Hotline zur Lebenshilfe (116 123) aktiv.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u.a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, ; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter ; der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie/Gewaltschutzzentrum Wien: und beim 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien: 01-71719 sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133