Die SPÖ hält der Regierung bei der Bekämpfung der Inflation ein Versagen in allen Bereichen vor und spricht von "unterlassener Hilfeleistung". Für die kommende Nationalratssitzung wurde nun ein Misstrauensantrag angekündigt.
Die SPÖ wird der gesamten Regierung bei der kommenden Nationalratssitzung das Misstrauen aussprechen. Das kündigte die Klubspitze um den Parteivorsitzenden Andreas Babler und den geschäftsführenden Fraktionschef Philip Kucher in einer schriftlichen Stellungnahme an.
Als Grund gibt man an, dass die Koalition bei der Bekämpfung der Teuerung versagt habe. Babler schreibt von "unterlassener Hilfeleistung".
Die Sozialdemokraten ziehen ihren Klub am heutigen Dienstag zu einer Tagung zusammen. Als Motto für diese ausgegeben wurde "Raus aus der Teuerungskrise, hin zur Gerechtigkeit." Damit verbunden sind die Themen, auf die die SPÖ aktuell setzt. Das geht von einer nachhaltigen Bekämpfung der Teuerung über einen Kampf für gerechte Löhne bis hin zur höheren Besteuerung von "Multimillionären", die von einer geringeren Besteuerung von "Leistung" begleitet sein soll.
Der Regierung hält
man Versagen in allen Bereichen vor. Kucher schreibt vom "Schlechtesten
aus allen Welten". Die Inflation steige, die Wirtschaft schrumpfe und
die Konzerne schrieben Rekordgewinne, während sich immer mehr Menschen
in Österreich das Leben nicht mehr leisten könnten.
Babler
prangert an, dass die Regierung sich geweigert habe in die Märkte
einzugreifen: "Wir sehen in anderen Ländern, wie Mieten wirklich
gedeckelt werden, Zinsen reguliert werden und die Lebensmittelpreise
sinken." Die SPÖ wird dies am Mittwoch auch in einer "Aktuellen
Europastunde" thematisieren. Die soziale Krise sei jetzt schon da, nun
kämen auch noch eine schrumpfende Wirtschaft und höhere
Arbeitslosenzahlen hinzu: "Es ist Gefahr in Verzug, wenn wir die
Regierung weiterarbeiten lassen", findet Babler.