Am Montag findet die außerordentliche Landeshauptleute-Konferenz zum Finanzausgleich statt. Diverse Organisationen bringen davor den Verhandlern noch einmal ihre Forderungen vor.
Die etwa für die Gemeindebedienstete zuständige Gewerkschaft younion verlangte mehr Mittel für Städte und Gemeinden, der Dachverband Erneuerbare Energie (EEÖ) wiederum vermisst Vorschläge der Landeshauptleute zur konkreten Verankerung der Klima- und Energieziele im Finanzausgleich.
Städte und Gemeinden hätten durch Entscheidungen des Bundes viel Geld verloren, so younion-Präsidiumsmitglied Thomas Kattnig in einer Aussendung. Als Beispiel nannte er die Abschaffung der kalten Progression. "Auf der anderen Seiten wurden ihnen aber immer mehr Aufgaben aufgezwungen." Außerdem seien die Ausgaben massiv gestiegen, etwa im Kindergartenbereich. Mehr Mittel brauche es auch für Klimaanpassungsmaßnahmen. "Bei den Verhandlungen geht es aber um das gesamte Leistungsspektrum der Daseinsvorsorge. Vom Freibad über den Kultursommer bis zur Betreuung bedürftiger Menschen. Von der Wasserversorgung, der Grünraumpflege bis zu den Musikschulen", so Younion-Vorsitzender Christian Meidlinger.
In der Diskussion um
den Finanzausgleich dürfe der Klimaschutz ab sofort nicht mehr
vernachlässigt werden, forderte wiederum EEÖ-Geschäftsführerin Martina
Prechtl-Grundnig. Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) habe zuletzt mit
dem Vorschlag eines Zukunftsfonds aufgewartet, durch den etwa
zusätzliche Mittel für die Bundesländer mit der Erfüllung von
Klimaschutzzielen verknüpft werden. "Wir begrüßen diesen Vorstoß und
erwarten uns, dass die Landeshauptleute diese Chance ergreifen, um
konstruktiv die Zukunft zu gestalten."
Die sozialdemokratischen
Lehrenden (SLÖ) pochen dagegen auf "bedarfsgerechte Ressourcen für die
Pflichtschulen". "Es ist ein Skandal, dass der Bund die Ressourcen bei
Inklusion und Sprachförderung nur gedeckelt zur Verfügung stellt und die
Bundesländer daher jedem Volksschulkind wichtige Förderung wegen
systeminterner Umverteilungen vorenthält", so SLÖ-Vorsitzender Thomas
Bulant.