Nach der brutalen Messerattacke auf einen Taxilenker in Breitenfurt bei Wien (Bezirk Mödling) wurde das Opfer von der Polizei nun als stabil bezeichnet.
Die Verhängung der Untersuchungshaft über den 28-jährigen Beschuldigten ist beantragt worden. Ermittelt werde wegen des Verdachts des versuchten Mordes, des schweren Raubes sowie der Sachbeschädigung, teilte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, am Donnerstag auf Anfrage mit. Das 49-jährige Opfer erlitt zumindest 20 Einstiche und überlebte nur knapp.
Verübt worden war die Attacke am Montag in den frühen Morgenstunden am Ende einer Taxifahrt mit dem Ziel Breitenfurt. "Plötzlich und ohne jegliche Vorankündigung" soll der 28-jährige Tschetschene laut Polizei auf den Lenker eingestochen haben. Der 49-Jährige wehrte sich und entriss dem Angreifer das Messer. Der Beschuldigte soll daraufhin aber eine weitere Stichwaffe gezückt und den Mann erneut verletzt haben - der Kampf hatte sich zwischenzeitlich vom Kfz hinaus verlagert.
Das Opfer schaffte es dann wieder in das
Taxi und fuhr los, kam jedoch mit dem Auto rasch von der Straße ab. Nun
war der Angreifer wieder im Spiel - er stach abermals auf den ohnehin
schon schwer verletzten 49-Jährigen ein und besprühte ihn mit
Pfefferspray. Dann kletterte der Beschuldigte in den Wagen und raubte
den mit Lebensmitteln und Getränken gefüllten Rucksack des Taxilenkers.
Der 49-Jährige war zunächst in Lebensgefahr und wurde im UKH Meidling in Wien notoperiert. Mittlerweile ist der Mann aus dem Tiefschlaf erwacht. Der Gesundheitszustand wurde von der Polizei als stabil beschrieben. Der zum Raub geständige 28-Jährige wurde Mittwochfrüh nach mehrmaliger Fahndung festgenommen.