Unter dem Motto "denkmal leben | 100 Jahre Österreichisches Denkmalschutzgesetz" wird am 24. September 2023 der "Tag des Denkmals" begangen, der seit 1998 bundesweit stattfindet.
Im Jubiläumsjahr liegt der Fokus bei den über 270 im ganzen Land kostenlos besuchbaren Orten auf der Vielfalt des kulturellen Erbes Österreichs. Deswegen werden weniger bekannte genauso präsentiert wie immaterielles Kulturerbe oder aktuelle Projekte Denkmalpflege.
Vor 100 Jahren wurde das österreichische Denkmalschutzgesetz durch den Nationalrat beschlossen. Seitdem ist es die Aufgabe des Bundesdenkmalamts (BDA), das kulturelle Erbe Österreichs zu schützen, zu pflegen, zu erforschen und zu vermitteln. "Der Tag des Denkmals ist ein besonderer Höhepunkt in diesem Jubiläumsjahr", werden Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) und BDA-Präsident Christoph Bazil auf der Veranstaltungswebsite zitiert. Aus diesem Anlass wolle man auch zeigen, wie lebendig der österreichische Denkmalbestand genutzt werde.
Entsprechend breit ist das Programm aufgestellt: In Wien
reicht das Angebot von den Werkstätten des BDA im Arsenal, in denen die
Denkmalpflegerinnen und -pfleger an Kunstobjekten aus ganz Österreich
arbeiten, über einen musikalischen Schwerpunkt um Johann Strauß im
Casino Zögernitz, einem Treffpunkt der Wiener
Society zur Biedermeierzeit, bis hin zum "Haus zur Goldenen Schlange"
in der Innenstadt, wo man eine kürzlich entdeckte und frisch
restaurierte Deckenmalerei aus dem 16. Jahrhundert und eine prunkvolle
Hauskapelle bestaunen kann.
In Linz bietet etwa das Kunstmuseum
Lentos im Rahmen eines Gespräches zu Kunstvermittlung und
Gebärdensprache dem von der UNESCO anerkannten immateriellen Kulturerbe
der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS) eine Bühne. In Bregenz wartet
unter anderem ein Rundgang durch die Überreste der Römersiedlung
"Brigantium". Auch in Eisenstadt kann man sich schlendernd informieren:
Im Stadtzentrum wird auf den historischen Spuren von Handwerkern,
Händlern und Kleinindustriellen spaziert.