Aufgrund der steigenden Mietpreise haben er Verein für Wohnbauförderung (VWBF) und SPÖ-Chef Andreas Babler ihre Maßnahmen für "leistbares Wohnen" auf den Tisch gelegt.
"Das Ziel ist, dass niemand mehr als ein Drittel des Einkommens für Miete aufbringen muss", sagte Babler am Freitag in Wien. VWBF-Obmann Michael Gehbauer und Babler forderten Kompensation für eine Lücke von 160 Mio. Euro, die der geplante Mietpreisdeckel im gemeinnützigen Wohnbau verursachen würde.
Mietpreisdeckel: SPÖ zeigen Maßnahmen für "leistbares Wohnen"
Das Geld brauche man für die Erhaltung und den Neubau der Wohnungen, betonte Gehbauer. Diese 160 Mio. Euro "fehlen nicht einmal, die fehlen langfristig". Nach Angaben von Gehbauer ist in den kommenden Jahren die Errichtung von bis zu 17.500 gemeinnützigen Wohnungen notwendig. Der VWBF fordert in seiner Offensive für leistbares Wohnen außerdem die Zweckwidmung der Wohnförderungsbeiträge sowie eine zweckgebundene Wohnbaumilliarde.
"Priorisierung" der gemeinnützigen Bauvereinigung bei Förderungen
Weiters sollten nur gemeinnützige
Bauvereinigungen Wohnbauförderungen bekommen, so Gehbauer. Babler
äußerte sich bei der vom VWBF organisierten Pressekonferenz dazu
zurückhaltend und sprach sich für eine "Priorisierung" der
gemeinnützigen Bauvereinigungen bei der Wohnförderung aus.
"40 bis 45 Prozent des Einkommens" gehe derzeit für die Miete drauf
Derzeit
müssten "wir 40 bis 45 Prozent des Einkommens" zur Bewältigung der
Miete ausgeben, kritisierte Babler. Dies würde die Teilnahme am
wirtschaftlichen und sozialen Leben der Bürgerinnen und Bürger
erschweren. Der SPÖ-Chef forderte, das Grundrecht auf Wohnen in die
Verfassung zu schreiben.
Babler drängte auf Neuwidmungen von Bauflächen
Konkret drängte Babler neben den
Kompensationszahlungen darauf, mindestens 50 Prozent der Neuwidmungen
von Bauflächen in Ballungsräumen zu reservieren, die Wohnbauförderung
von 0,4 Prozent auf 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen und
den sozialen Wohnbau beim "Kampf gegen überhohe Mieten" zu unterstützen.
SPÖ-Forderungen nach Rücknahme der Erhöhung der Richtwertmieten
Babler
erinnerte zudem an die bereits im Nationalrat formulierten
SPÖ-Forderungen nach der Rücknahme der Erhöhung der Kategorie- und
Richtwertmieten für 2022 und 2023, nach dem Einfrieren der Mieten bis
Ende 2025 und einem Universalmietrecht mit Mietobergrenze. Den geplanten
Mietpreisdeckel der Regierung lehnte der SPÖ-Chef erneut ab.