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Starker Anstieg bei Sparzinssätzen

8-09-2023, 12:33

Die EZB hat ihre Nullzinspolitik beendet. Seitdem sind die Sparzinssätze stärker gestiegen als die Kreditzinssätze. Das zeigt eine Analyse des Wifo am Freitag.

Das gelte für den gesamten Euroraum, insbesondere auch für Österreich. Der Eindruck, dass Sparzinsen zu niedrig seien, habe sich durch den Fokus auf Zinsen für täglich fällige Einlagen ergeben, schreibt das Wifo. Diese seien aber mit unverzinstem Bargeld zu vergleichen und dienen nicht dem Vermögensaufbau.

Starker Anstieg bei Sparzinssätzen: Geringe Erhöhung bei Kreditzinsen

Die EZB habe die Leitzinssätze wegen der hohen Inflation mehrmals angehoben. Es gab aber zunehmende Kritik, dass die Banken diese Erhöhungen nicht ausreichend an ihre Einlagekundinnen und Einlagekunden weitergegeben haben, erinnert das Wifo.

In Österreich betrug der Anstieg bei Zinsen rund zwie Drittel

In Ländern mit einem hohen Anteil variabel verzinster Kredite stiegen trotzdem die Nettozinserträge, so das Wifo. In Österreich betrug der Anstieg zwischen dem zweiten Quartal 2022 und dem ersten Quartal 2023 rund ein Drittel, in Ländern mit sehr hohem Anteil variabler Zinsen bis zu drei Viertel. Frankreichs Banken, wo variable Zinsen unüblich sind, erlebten hingegen einen Rückgang der Nettozinserträge.

(APA/Red)

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