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"Blutgeld"-Kritik: EU-Vertreter ins Außenministerium zitiert

7-09-2023, 16:44

Der EU-Vertreter in Wien, Martin Selmayr, ist nach seiner drastischen Kritik an den milliardenschweren österreichischen Gaszahlungen nach Russland ins Außenamt zitiert worden.

"Herr Selmayr wurde zu einem Gespräch mit dem Generalsekretär ins Außenministerium zitiert", teilte eine Sprecherin von Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) der APA am Donnerstag mit. Selmayr hatte zuvor die Zahlungen Österreichs für russisches Gas als "Blutgeld" bezeichnet.

Kurze Zeit später hieß es aus dem Außenministerium, dass Selmayr ins Ministerium zitiert werde. "Dieses Gespräch wird unmittelbar nach der Rückkehr Selmayrs nach Österreich stattfinden", sagte eine Sprecherin.

Edstadler bezeichnet Kritik von EU-Vertreter als "unseriös und kontraproduktiv"

Als "unseriös und kontraproduktiv" sowie "völlig einseitig" kritisierte Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) die Äußerungen Selmayrs. "Es ist bedauerlich, dass offenbar auch einem EU-Beamten gewisse Fakten nicht vertraut zu sein scheinen. Während Österreich seine Abhängigkeit von russischem Gas nachweislich reduziert und wichtige Vorkehrungen zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung getroffen hat, steigen innerhalb der EU die Mengen russischen LNG (Flüssiggases, Anm.) - nämlich um 40% gegenüber dem Vorjahreszeitraum", so Edtstadler.

(APA/Red)

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