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Mehr Initiativen für Quereinstieg in Kindergarten

7-09-2023, 13:45

Das Bildungsministerium bündelt die Initiativen zum Quereinstieg in den Kindergarten und will die Lehrer-Quereinstiegs-Schiene "Klasse Job" auf den Bereich der Elementarpädagogik ausweiten.

"Damit werden wir kurz-, mittel- und langfristig sicherstellen, dass auch in Österreichs Kindergärten genügend Pädagoginnen und Pädagogen zur Verfügung stehen", so Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) in einer Aussendung.

Seit 2021 Quereinstieg als Kindergartenpädagoge möglich

Regulär werden Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen an den Bundesbildungsanstalten für Elementarpädagogik (Bafep) ausgebildet. Das geschieht entweder an den fünfjährigen Langformen mit Maturaabschluss oder den Kollegs für Erwachsene. Außerdem gibt es Bachelor-Ausbildungen an Hochschulen, die vor allem für die Leitung von Kindergärten qualifizieren sollen und eine Master-Ausbildung an der Uni Graz.

Darüber hinaus existieren einige Schienen für Quereinsteiger: Seit 2021 können sich etwa Personen mit facheinschlägiger Vorbildung an den Pädagogischen Hochschulen (PH) weiterbilden, seit kurzem sogar auch Bachelor-Absolventen aller Fachrichtungen. Ab diesem Herbst gibt es außerdem ein spezielles Angebot für Absolventen von Bildungsanstalten für Sozialpädagogik - mit einem zweisemestrigen Lehrgang an Bafeps können sie ihre Qualifikation um das "elementarpädagogische Bildungsgut" erweitern und dann in Kindergärten arbeiten.

Aufbaulehrgang für Elementarpädagogik nun in Regelschulwesen

Außerdem wurde der bisher als Schulversuch geführte Aufbaulehrgang für Absolventinnen und Absolventen berufsbildender mittlerer Schulen - vor allem von Fachschulen für Sozialberufe bzw. für pädagogische Assistenzberufe - in das Regelschulwesen überführt. Der "Aufbaulehrgang für Elementarpädagogik" (AUL) dauert sechs Semester und schließt mit einer Reife- und Diplomprüfung ab, die einem regulären Bafep-Abschluss gleichgestellt ist.

Aus der Erfahrung mit "Klasse Job" habe man gelernt, wie wichtig eine zentrale Anlaufstelle für interessierte Personen sei, begründete man die Bündelung. Für die diversen Ausbildungen will man außerdem Mittel aus den von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) angekündigten zusätzlichen 4,5 Mrd. Euro für Kinderbetreuung anzapfen.

(APA/Red)

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