Zivildiener können ab 1. September auf freiwilliger Basis eine Grundausbildung "Pflege" absolvieren.
Wie die für die Zivildienstagenden zuständige Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) am Donnerstag in einer Aussendung erklärte, wurde das sogenannte "UBV-Modul" (Unterstützung in der Basisversorgung) für Zivildienstleistende mit der Pflegereform auf den Weg gebracht.
Das sogenannte UBV-Modul ist bereits jetzt Teil in etlichen Berufen wie z.B. Diplom-Sozialbetreuer mit Schwerpunkt Behindertenbegleitung oder bei Heimhelferinnen und wird auf die Pflegelehre angerechnet. Es besteht aus einem theoretischen (100 Unterrichtseinheiten) und einem praktischen Teil (40 Stunden) inklusive Abschlussprüfungen.
Wer das Ausbildungsmodul erfolgreich abschließt, erhält die Berechtigung für zahlreiche Tätigkeiten im Pflegebereich - etwa zur Unterstützung bei der Körperpflege (wie z.B. Aufstehen aus dem Bett, Duschen oder Rasieren), Unterstützung beim An- und Auskleiden, Unterstützung und Förderung der Bewegungsfähigkeit und beim Lagern. Auch können die Absolventen bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme helfen (z.B. Zu- und Vorbereiten von Mahlzeiten, Assistenz beim Essen und Trinken), aber auch bei der Arzneimitteleinnahme oder bei Problemen mit der Ausscheidung.
Ermöglicht wird die Teilnahme für Zivildiener in den
Bereichen Krankenanstalten, Sozial- und Behindertenhilfe,
Altenbetreuung und Krankenbetreuung. Insgesamt betrifft das rund 47
Prozent der Zivildiener.
Plakolm freute sich, dass man "so rasch
Nägel mit Köpfen gemacht" habe, Zivildiener seien nämlich im
Sozialbereich eine "enorme Stütze". Mit der Grundausbildung "Pflege"
schlage man "drei Fliegen mit einer Klappe", so Plakolm: Die Zivildiener
bekommen wichtiges Handwerkzeug, sie können den Pflegeprofis
Basisaufgaben abnehmen und mit der einheitlichen Ausbildung schaffe man
die Anrechenbarkeit auf Pflegeberufe wie etwa die Pflegelehre.