Am 20. September plant der ÖGB eine große Menschenkette um das Parlament zu bilden, um gegen die Teuerung zu protestieren.
Wie Präsident Wolfgang Katzian im Gespräch mit der APA ankündigte, soll es am 20. September eine große Menschenkette um das Parlament anlässlich der ersten regulären Sitzung des Nationalrats nach der Sommerpause geben. Damit wird indirekt auch die wenige Tage danach startende Herbstlohnrunde eingeleitet.
Katzian machte darauf aufmerksam, dass die Regierung keine Vorschläge der Gewerkschaft aufgenommen habe, was den Kampf gegen die hohe Inflation angeht. Dabei handelt es sich etwa um Energiekostendeckel, Mietpreis-Stopp oder Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel.
Hier
stellt der Präsident einen Konnex mit den anstehenden
Kollektivvertragsverhandlungen her. Der ÖGB habe der Regierung immer
gesagt, dass man mit inflationsdämpfenden Maßnahmen auch Druck aus der
Herbstlohnrunde nehme. Nur weil jetzt - wie jeden Herbst - Berichte zu
Gewitterwolken über der österreichischen Wirtschaft lanciert würden,
werde man dem Ruf nach Zurückhaltung bei der Lohnrunde nicht folgen.
Im
Gegenteil müsse wie stets der Kaufkraft-Verlust in den Verhandlungen
ausgeglichen werden, betonte Katzian. Die Inflation sei mit sieben
Prozent noch immer zu hoch. Österreich liege damit über dem EU-Schnitt.
Die Aktion rund um das Parlament sei eine Erinnerung daran, dass die
Regierung aktiv werden müsse. Nichts zu machen, aber von der
Gewerkschaft Lohnzurückhaltung zu verlangen, werde es nicht spielen.
Streng
genommen handelt es sich gar nicht um eine Menschenkette um das
Parlament an sich, da um das Gebäude ja eine Bannmeile gilt. Somit muss
die Kette noch deutlich weiter gefasst, also rund um die Bannmeile
gebildet werden.