Der Kongress der "Zeugen Jehovas" in der Innsbrucker "Olympiaworld" ist Sonntagnachmittag ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen.
Dies bestätigte ein Polizeisprecher der APA. Angesichts zweier detonierter Sprengsätze an Autos von Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft in der Südsteiermark vergangene Woche hatte das Treffen in Tirol unter erhöhter Polizeipräsenz stattgefunden. Rund 3.200 Mitglieder aus dem In-und Ausland hatten sich seit Freitag in der Landeshauptstadt versammelt.
"Wir haben uns sehr sicher gefühlt. Auch dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Polizei. Es ist alles reibungslos und friedlich über die Bühne gegangen", berichtete auch Leif Crepaz, Sprecher des Innsbrucker Kongresses der "Zeugen Jehovas", gegenüber der APA. Trotz verstärkter Sicherheitsmaßnahmen war die Tiroler Exekutive bereits im Vorfeld nicht von einer "konkreten Bedrohung" ausgegangen.
Eine unbekannte Person hatte am vorvergangenen Freitagabend in Leibnitz Sprengsätze angebracht, während die Besitzer der Fahrzeuge bei einem Gottesdienst der Glaubensgemeinschaft "Zeugen Jehovas" waren. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) richtete mittlerweile eine eigene Ermittlungsgruppe ein. Die genauen Hintergründe waren noch unklar.
Die
Veranstaltung in Innsbruck bildete den Abschluss der diesjährigen
Kongress-Serie der "Zeugen Jehovas" in Österreich, die unter dem Motto
"Übt Geduld" steht. Erst am vergangenen Sonntag hatte im Wiener
Ernst-Happel-Stadion ein großer zweisprachiger Kongress der "Zeugen
Jehovas" mit rund 9.000 Teilnehmern stattgefunden. Auch dabei gab es
keine Zwischenfälle.