Am Mittwoch hat sich ein Prozess am Landesgericht Korneuburg um eine Bluttat in Bisamberg (Bezirk Korneuburg) von August 2022 gedreht.
Ein 54-Jähriger soll mit einem Teppichmesser auf seine Ehefrau eingestochen haben. Die Verhandlung endete laut Gericht auch im zweiten Rechtsgang mit einer Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum. Die Unterbringung ist nicht rechtskräftig. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof (OGH) die Entscheidung vom Februar aufgehoben.
Aufgrund des OGH-Urteils musste nach Angaben des Landesgerichts ein weiteres psychiatrisches Gutachten zum 54-Jährigen eingeholt werden. Verübt worden war die Tat in der Nacht auf den 23. August 2022. Für den in Wien lebenden Betroffenen hatte ein aufrechtes Betretungs- und Annäherungsverbot bestanden. Trotzdem beging er einen Einbruch in ein Wohnhaus in Bisamberg. Die dort aufhältige 45-Jährige hörte verdächtige Geräusche und verständigte via Notruf die Polizei.
Mehrere Streifen aus dem
Bezirk Korneuburg rückten aus und ertappten den serbischen Staatsbürger
auf frischer Tat. Er wurde festgenommen. Auf die Frau wurde früheren
Polizeiangaben zufolge mehrmals eingestochen, aber auch eingeschlagen.
Die 45-Jährige erlitt u. a. Stich- und Schnittwunden. Sie wurde in das
Landesklinikum Korneuburg gebracht.
Der 54-Jährige soll laut Staatsanwaltschaft versucht haben, seine Ehefrau zu töten, aber unter dem Einfluss einer schweren psychischen Erkrankung gehandelt haben. Gegen die neuerliche Entscheidung vom Mittwoch meldete der Betroffene Gerichtsangaben zufolge Rechtsmittel an.