Der mit 5.000 Euro dotierte jährliche Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung wird am 5. September von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) vergeben.
Organisiert wird das Ganze von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), die mit ihren vielfältigen Aufgaben im Auftrag des Gesundheitsministeriums auch als nationale Koordinationsstelle für Suizidprävention (SUPRA) fungiert. Nun wurde die Shortlist für den Papageno bekanntgegeben.
Eine aus Medien- und Suizidpräventionsexpertinnen und -experten bestehende Jury hat dieses Mal drei preiswürdige Medienbeiträge ausgewählt. Nominiert sind die "Die Presse"-Redakteurin Hellin Jankowski ("Wenn Kinder ihr Leben beenden wollen"), der "Falter"-Redakteur Lukas Matzinger ("Helft uns!") und die "profil"-Redakteurin Edith Meinhart ("Am Leben").
Jährlich sterben in Österreich mehr als doppelt so
viele Menschen durch Suizid wie durch Verkehrsunfälle, im Schnitt sind
es rund drei pro Tag. Selbstmord ist hierzulande bei Unter-50-Jährigen
eine der häufigsten Todesursachen, in der Altersgruppe der 15- bis
29-Jährigen sogar die zweithäufigste. Gleichzeitig gilt Suizid als eine
vermeidbare Todesursache, wie die GÖG betont.
Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich. Infos für Jugendliche gibt es unter www.bittelebe.at