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Österreich: CO2-Emissionen auf niedrigstem Wert seit 1990

17-08-2023, 12:45

Die CO2-Emissionen in Österreich sind auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1990 gesunken. Klimaschutzministerin Gewessler zeigt sich zufrieden.

Im Vergleich zum Vorjahr gingen die CO2-Emissionen um 6,4 Prozent zurückgegangen, zeigte sich Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien erfreut.

Gewessler pocht auf weitere Schritte zur Reduktion von CO2-Emissionen

Es sei zum ersten Mal sichtbar, dass gesetzte Maßnahmen der Umweltpolitik Wirksamkeit zeigen. Dennoch pochte Gewessler auf weitere Schritte. Nach den vorläufigen Zahlen des Umweltbundesamts wurden im Jahr 2022 rund 72,6 Millionen Tonnen Treibhausgase emittiert. Der Rückgang zum Jahr davor von rund 6,4 Prozent entspricht einer Reduktion von fünf Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. "Das sind wirklich erfreuliche Nachrichten", sagte Gewessler. Der Rückgang bringe uns "auf den Zielpfad", die Treibhausgasemissionen bis 2040 zu verringern und die bis dahin angepeilte Klimaneutralität zu erreichen.

Die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen seit 1990, Prognose bis 2040 sowie Zielwerte (ohne Emissionshandel) füŸr die Jahre 2030 und 2040 (in Mio. Tonnen CO2-€äquivalent). ©APA

Rückgang der CO2-Emissionen in allen Bereichen

"Die zweite gute Nachricht ist, der Rückgang passierte in allen Bereichen", verwies Gewessler auf Verkehr, Gebäude, Industrie usw. "Das ist ein Bild, das habe ich seit ich im Umweltbundesamt bin noch nie gesehen", betonte Günther Lichtblau, Klimaexperte des Umweltbundesamts. Er bezeichnete den Gesamtrückgang der Treibhausgasemissionen als "bemerkenswert". Es sei zwar eine vorläufige Bilanz für 2022, weitere Daten würden noch fehlen. Die Schwankungsbreite liegt aber bei 0,5 Prozent, versicherte er.

Gewessler: "Klimaschutz ist ein Marathon und kein Sprint"

2021 waren die Treibhausgasemissionen noch um 4,9 Prozent gegenüber 2020 gestiegen. Gewessler und Lichtblau zeigten sich auf Nachfragen optimistisch, dass es nach dem positiven Vorjahr nicht wieder zu einem Rückschlag kommt. Aber: "Klimaschutz als Marathon und nicht als Sprint heißt, dass es jedes Jahr Maßnahmen braucht bis 2040, um diese Entwicklung fortzuschreiben", betonte Gewessler. In Szenarien sei "sehr deutlich" zu sehen, "dass wir die Klimaziele verfehlen, wenn wir nicht weitere Maßnahmen setzen", sagte Lichtblau.

(APA/Red)

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