Wie viel ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin in Österreich verdient, hängt von der Gemeindegröße und dem Bundesland ab. Das verdienen Österreichs Bürgermeister im Durchschnitt.
Klammert man große Städte wie Wien, Graz und Linz aus, dann schwanken die Einkommen zwischen rund 2.500 Euro für steirische und burgenländische Kleingemeinden und über 10.000 Euro für große Gemeinden in Oberösterreich. Ein Sonderfall ist Vorarlberg: Hier gibt es einen Bonus für Tourismusorte. Die Bürgermeister kommen so auf bis zu 16.464 Euro.
Geregelt sind die Bezüge der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in den entsprechenden Landesgesetzen. Wie eine vom Gemeindebund im Internet veröffentlichte Aufstellung zeigt, schwanken die Einkommen je nach Bundesland massiv. Besonders auffällig: Das höchste Einkommen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Burgenland liegt mit nur 5.311 Euro nur unwesentlich über dem niedrigsten Einkommen der Salzburger Ortschefs (5.120 Euro). Das Höchsteinkommen beträgt in Salzburg (abgesehen von der Landeshauptstadt) 9.175 Euro.
Am größten ist
die Bandbreite in der Steiermark: Hier liegt der niedrigste
Bürgermeisterbezug bei 2.468 Euro monatlich, der höchste (abgesehen von
der Landeshauptstadt Graz) bei 9.873 Euro. Die insgesamt höchsten Bezüge
gibt es in Oberösterreich mit 10.155 Euro für Gemeinden über 20.000
Einwohner. Das wären etwa Leonding und Traun. Für Statutarstädte wie
Linz, Wels und Steyr gelten (wie in allen anderen Ländern auch) eigene
Gehaltsklassen.
Einen Sonderfall bildet Vorarlberg: Hier lässt das
Land den Gemeinden nämlich einen großem Spielraum für die Festsetzung
der Bezüge ihrer Ortschefs. Dieser reicht bei kleineren Gemeinden von
2.120 bis 6.557 Euro, bei größeren wie Dornbirn oder Feldkirch von 5.628
bis 16.464 Euro. Allerdings dürfen die kleineren Gemeinden die
Obergrenzen überschreiten, wenn sie besonders viele Gästenächtigungen
aufweisen. In Tourismusgemeinden können die Bürgermeister also deutlich
mehr verdienen als in gleich großen Gemeinden ohne nennenswerten
Fremdenverkehr.