Auch auf der kommunalen Ebene ist die Debatte um eine Erhöhung der Politikergehälter nun angekommen.
Nicht zum ersten Mal pochen Bürgermeister und Bürgermeisterinnen auf eine generell bessere Entlohnung und das über Anpassungen an die Inflation hinaus. In vielen Gemeinden werde es aus unterschiedlichen Gründen immer schwieriger, Personen zu finden, argumentiert der Gemeindebund. Daher brauche es eine bessere Bezahlung und eine attraktivere soziale Absicherung.
Debatte um Politikergehälter auch bei Bürgermeistern angekommen
Einen Anstoß in der Debatte gab es zuletzt von Gemeindechefs aus Salzburg. Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) hatte im Frühjahr 2020 eine Reform angekündigt, die Gehaltserhöhungen von 3,5 bis 9,8 Prozent versprach. Die Reform scheiterte an der Coronapandemie. Nun soll in der neuen ÖVP-FPÖ-Regierung ein neuer Versuch unternommen werden. Zuletzt Druck machte in den "Salzburger Nachrichten" der Salzburger Gemeindeverband.
Debatte um Verbesserung des Bürgermeisteramtes "zu begrüßen"
"Generell ist jede Debatte zur Verbesserung und
Attraktivierung des Bürgermeisteramtes zu begrüßen", kommentierten
Gemeindebunds-Vizepräsidentin Andrea Kaufmann und -Vizepräsident Erwin
Dirnberger die Initiative. "Wir unterstützen daher das Bestreben der
Kollegen aus Salzburg." Bürgermeister seien "die Manager des guten
Zusammenlebens" und hätten in ihren Gemeinden ein breites Spektrum an
Aufgaben zu managen. Dafür brauche es engagierte Frauen und Männer, die
ihre Gemeinden positiv gestalten wollen.
Freiheitliche wirken wenig geeint bie Debatte um Politikergehälter
Weniger geeint in Sachen
Politikergehälter wirkten am Montag indes weiterhin die Freiheitlichen.
FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte erst am Wochenende seine Forderung nach
einer Nulllohnrunde nicht nur auf Bundesebene, sondern auch auf
Landesebene bekräftigt. In Salzburg und Oberösterreich hatten sich die
ÖVP-FPÖ-Landesregierungen am Freitag jedoch dafür entschieden, die
eigenen Bezüge gemäß dem Vorschlag der Bundesregierung an die Inflation
anzupassen.
Tschürtz und Petschnig stünden "voll hinter Kickl"
Die burgenländische Landespartei steht in der Debatte
hinter dem Parteichef. Klubobmann Johann Tschürtz erklärte gegenüber der
APA: "Ich würde mir wünschen, dass diejenigen, die das nicht so
mittragen oder anderer Meinung sind, mit Kickl ein Gespräch führen und
ihre Argumente darlegen und sich Gegenargumente anhören und nicht sofort
medial in Erscheinung treten." Er selbst stehe wie Landesparteichef
Alexander Petschnig "voll hinter Kickl".
Hohn gegen FPÖ vonseiten der ÖVP
Der Hohn vonseiten der
ÖVP, die sich bereits seit Wochen auf die Blauen einschießt, kam auch zu
Wochenbeginn prompt in Person von Generalsekretär Christian Stocker.
"Herbert Kickl stellt in diesen Tagen seine Führungsschwäche offen zur
Schau", konstatierte dieser der FPÖ. Der FPÖ-Obmann scheitere "kläglich
dabei, seine eigenen Landesparteien auf Linie zu bringen".