Die Abweisung der Klage des Flughafen Wiens gegen Helga, Krismer, Landessprecherin der NÖ Grünen, hat jene als "Bruchlandung" des Unternehmens bezeichnet.
"Der Versuch, eine Oppositionspolitikerin in ihrer demokratiepolitischen Aufgabe mundtot zu machen, ist misslungen", meinte Krismer am Freitag in einer Aussendung. Die Grüne hatte die Vermutung der Geldwäsche in den Raum gestellt. Der Flughafen hat Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Landesgerichts St. Pölten angekündigt.
St. Pölten/Schwechat. "Ich bin
mir nicht sicher, ob die Berufung des Flughafens noch im Sinne aller
Aktionärinnen und Aktionäre ist oder ein persönlicher Feldzug gegen
mich", meinte Krismer. Die Grüne hatte die Aussagen, die zur Klage
führten, im Herbst 2022 in einer Pressekonferenz getätigt. Dabei wurde
laut Krismer hingewiesen, dass der Fonds IFM, Großaktionär des
Flughafens in Schwechat (Bezirk Bruck a.d. Leitha), "lediglich Geldtöpfe
als wirtschaftliche Eigentümer am Ende der Aufschlüsselung der
Gesellschaften hat".
Aus der Gerichtsentscheidung wurde zitiert:
"Vor allem aber konnte auch der Flughafen-Vorstand letztendlich nicht
angeben, wer bzw. welche Geldtöpfe und Trusts hinter den tatsächlichen
Eigentümern der mittlerweile 43,4 % der Aktienanteile stehen. Die
Klägerin und deren Vorstände kennen die Zwischengesellschaften, nicht
aber die tatsächlichen Eigentümer der Treuhänder. Der Letzte in der
Kette des Treuhänders, also die dahinter stehenden wirtschaftlichen
Letzteigentümer sind unbekannt (so formulierte auch Dr. Ofner)."
Der Flughafen Wien
hat die schriftliche Entscheidung von Donnerstag als "juristisch
unverständlich und widersprüchlich" bezeichnet. Das Landesgericht St.
Pölten habe die Aussagen von Krismer als "grenzwertig, aber gerade noch
vertretbar" bewertet, hieß es.