In Italien waren am Samstag bei einem landesweiten Streik fast tausend Flüge ausgefallen.
Die Gewerkschaften, die zu dem Ausstand aufgerufen hatten, verzeichneten im Nachgang außerdem eine fast hundertprozentige Beteiligung der Beschäftigten am Streik, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag berichtete. Gestreikt hatte das Bodenpersonal der Flughäfen, das unter anderem für Abfertigungs- und Check-In-Dienste zuständig ist.
Allein an den großen Flughäfen Italiens in Rom, Mailand, Neapel sowie Venedig wurden den Angaben nach mehrere hundert Flugverbindungen gestrichen. Rund 250.000 Passagiere waren betroffen. Der Verbraucherschutzverband Codacons gehe wegen der Ausfälle und Verspätungen von einem Schaden in Millionenhöhe aus, meldete Ansa weiter.
Auch für Reisende aus Österreich wurde der
Ausstand zum Hindernis. Zehn Verbindungen - sechs ankommende und vier
abfliegende - fielen aus, sagte ein Sprecher des Flughafen Wien am Wochenende zur APA. Betroffen waren die Destinationen Bologna, Venedig, Florenz und Mailand.
Zusätzlich
zum Bodenpersonal haben ebenso die Piloten von Malta Air, die in
Italien die Ryanair-Flüge steuern, sowie die Piloten und Flugbegleiter
der Billigfluggesellschaft Vueling gestreikt. Nach einem Bahnstreik am
Donnerstag war dies der zweite große Ausstand in Italien, der zu
erheblichen Problemen im öffentlichen Verkehr geführt hatte. Die Streiks
trafen das Mittelmeerland mitten in der Hauptreisezeit und während
einer Hitzewelle mit hohen Temperaturen.