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Sturm zog Spur der Verwüstung in OÖ und Salzburg

12-07-2023, 09:27

Ein heftiger Sturm zog in der Nacht auf Mittwoch über Salzburg und Oberösterreich. Die starken Windböen haben vorwiegend Bäume entwurzelt und Äste abgerissen, zahlreiche Feuerwehren standen im Einsatz.

Das Unwetter hat zahlreiche Schäden vor allem in der Stadt Salzburg, im Flachgau und im Tennengau verursacht. Rund 800 Feuerwehrleute von 35 Feuerwehren rückten zu 300 Einsätzen aus, wie das Landesfeuerwehrkommando berichtete. Ersten Informationen zufolge wurden keine Personen verletzt.

Sturm fegte über Salzburg: 800 Feuerwehrleute gefordert

Das Unwetter erreichte Salzburg kurz vor 1.00 Uhr. Auf dem Kolomansberg wurden Windspitzen von rund 140 km/h gemessen. Bei den Feuerwehren gingen zahlreiche Alarme ein. Schwerpunkt der Einsätze waren umgestürzte Bäume. Auf einem Campingplatz im Salzburger Stadtteil Sam wurden dadurch Fahrzeuge und Wohnwägen beschädigt.

Am Wallersee im Flachgau hatte der Sturm ein unbesetztes Segelboot mitsamt des Bojengewichts abgetrieben. Da zunächst unklar war, ob sich Personen darin aufhielten, wurden zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert. Mitglieder der Wasserrettung haben das Boot um 1.30 Uhr geborgen, wie Markus Gewolf von der Salzburger Wasserrettung informierte.

Umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer in Salzburg

Allein in der Stadt Salzburg kam es in der Nacht zu rund 60 Einsätzen der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr. Insgesamt hatte das Unwetter rund 50 Bäume beschädigt, hieß es in einer Aussendung der Stadt Salzburg. Zwei O-Bus-Leitungen wurden von umgeknickten Bäumen getroffen und sogleich repariert. Der Wind hatte zudem zwei Dächer zum Teil abgedeckt. Das Team der Stadtgärten überprüfte ab 5.00 Uhr die Parkanlagen und Freizeitflächen auf weitere Schäden.

Die meisten Schäden konnten noch in der Nacht behoben werden. Die nächste Gewitterfront soll in Salzburg bereits heute gegen Mittag eintreffen.

Mehr als 400 Feuerwehr-Einsätze nach Unwetter in Oberösterreich

Mehr als 190 Feuerwehren sind in der Nacht auf Mittwoch auch in Oberösterreich zu mehr als 400 Einsatzstellen gerufen worden. Im ganzen Land, vor allem im Inn- und Hausruckviertel, hat das Unwetter Schäden verursacht. Hauptsächlich galt es Bäume von Straßen zu räumen und abgedeckte Dächer zu sichern, berichtete das Landesfeuerwehrkommando in einer Presseaussendung.

Die Landeswarnzentrale arbeitete in Vollbesetzung mit den Einsatzzentralen der Berufsfeuerwehr Linz und der Feuerwehr Wels sowie der Bezirkswarnstelle Ried die eingehenden Notrufe ab. Ab 1.00 Uhr zog das Unwetter über Oberösterreich, ab 4.00 Uhr ließ es nach. Doch "es wird auch heute noch zu Einsätzen kommen", war Hauptbrandinspektor Martin Burger klar, denn auch an entlegeneren Stellen seien bestimmt Bäume umgestürzt und würden Wege blockieren. Vereinzelt gab es kleinere Brände in der Nacht, etwa in Enns und Steyregg. In Frankenmarkt kollidierten während des Sturms zwei Lkw frontal.

(APA/Red)

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