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Gewessler präsentierte Plan zum Ausbau der Energienetze

7-07-2023, 15:17

Am Freitag hat Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) den "Integrierten Netzinfrastrukturplan" präsentiert.

Dieser Plan soll als Richtschnur für den Ausbau der österreichischen Netzinfrastruktur bis 2030 dienen und damit den Weg hin zu einem klimaneutralen Energiesystem darlegen, so Gewessler bei einem Pressegespräch am Freitag. Stellungnahmen zum Entwurf sind bis 1. September möglich.

Ausbau der Strom- und Gasnetze

Der Netzinfrastrukturplan zeigt erstmals im Detail, wo die Strom- und Gasnetze ausgebaut werden müssen. Die fossilen Gasnetze sollen dabei künftig zu einem klimaneutralen Wasserstoffnetz umgebaut werden. Die Umsetzung liegt wie bisher bei den regionalen Netzbetreibern.

Die Energieexpertinnen und -experten sind sich einig: Ohne geeignete Netze wird die Energiewende nicht gelingen. Derzeit geht überschüssiger Strom aus Erneuerbaren in Produktionsspitzenzeiten teilweise verloren. Der Grund: Die Netzinfrastruktur fehlt oder ist zu schwach, um den Strom zu verteilen. So gingen im Mai etwa 18.320 MWh an potenzieller Speicherkapazität durch zu schwache Netze verloren, wie die Austrian Power Grid (APG) kürzlich berichtete.

Plan zum Ausbau der Energienetze wurde von Gewessler vorgestellt

Die Stromübertragungsnetze müssten stark ausgebaut werden und der Osten mit dem Westen des Landes besser miteinander verbunden werden, sagte Thomas Kienberger von der Montanuniversität Leoben, der das dem Netzinfrastrukturplan zugrunde liegende Modell mitentwickelt hat. Zudem müsse die bestehende Gasnetzinfrastruktur für den Betrieb mit erneuerbaren Gasen umgebaut werden. Konkret brauche es Wasserstoffkorridore für die Versorgung der Industrie und zur Stromnetzstabiliät sowie regionale Gasnetze für die Sammlung von Biogas.

Die gesetzliche Grundlage für den Netzinfrastrukturplan liegt im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. Darin ist auch das Ziel Österreichs verankert, bis 2040 klimaneutral zu werden. Der Plan wurde in den vergangenen Monaten gemeinsam mit unterschiedlichen Expertinnen und Experten ausgearbeitet, darunter das Umweltbundesamt, die Österreichische Energieagentur und die Montanuniversität Leoben.

(APA/Red)

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