Der 19-köpfige Beirat drängt die Regierung zu raschen Maßnahmen für den ökologischen und digitalen Umbau der Wirtschaft zur Stärkung der österreichischen Wettbewerbsfähigkeit. Die vielen Krisen hätten strukturelle Probleme offengelegt.

Der 19-köpfige Beirat drängt die Regierung zu raschen Maßnahmen für den ökologischen und digitalen Umbau der Wirtschaft zur Stärkung der österreichischen Wettbewerbsfähigkeit. Die vielen Krisen hätten strukturelle Probleme offengelegt.
Zwar hat die österreichische Wirtschaft die jüngsten Krisen laut dem Vorsitzenden des Produktivitätsrats, Christoph Badelt, erfolgreich bewältigt. "Dabei sind jedoch auch strukturelle Probleme ans Licht gekommen, die nun entschlossen angegangen werden müssen." Der Produktivitätsrat habe einen umfangreichen Reformkatalog erarbeitet und werde dessen Umsetzung in den kommenden Jahren genau verfolgen. Ansonsten drohe ein Verfehlen der Klimaziele. Das Bildungssystem gehöre von bekannten Schwächen, wie seiner sozialen Selektivität, befreit.
Langfristig sieht der Beirat ein langsameres Produktivitätswachstum. Bis zum Beginn der COVID-19-Pandemie führten vor allem mehr Arbeitsstunden zu einem höheren Wirtschaftswachstum in Österreich. Dieser Faktor verliere an Bedeutung, weil es weniger zusätzliche Arbeitskräfte gebe und die Bevölkerung altere. Stattdessen würden Investitionen, Innovationen, technologischer Fortschritt und die Verbesserung der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Bevölkerung (Humankapital) für das Wirtschaftswachstum immer wichtiger.
(APA/Red)
