Die Polizei hat eine Einbrecherbande ausgeforscht, auf deren Konto 54 Diebstähle in Österreich gehen sollen.
Die siebenköpfige Einbrecherbande soll von Dezember 2022 bis März 2023 in Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich vorwiegend hochpreisige E-Bikes, Fahrräder und E-Scooter aus Kellern und Tiefgaragen von Mehrparteienhäusern gestohlen haben. Der Wert der Beute beträgt rund 126.000 Euro. Insgesamt hat die Polizei 54 Diebstähle angezeigt. Zwei Hauptbeschuldigte der serbischen Tätergruppe im Alter von 24 bis 45 Jahren wurden festgenommen.
Das Landeskriminalamt Salzburg ermittelte seit Jänner gegen die Verdächtigen. Sie fuhren von Wien aus mit Pkws zu den Tatorten, wie die Landespolizeidirektion Salzburg am Donnerstag informierte. Im Fokus standen dabei Häuser in den Salzburger Gemeinden Hallein, Grödig, Kuchl, Elsbethen und Eugendorf sowie in der Oberösterreichischen Gemeinde Mattighofen und in den Niederösterreichischen Gemeinden Perchtoldsdorf, Purgstall, Wieselburg und Laxenburg.
Die Täter verstauten die Beute zunächst in angemieteten Containern in Wien. Anschließend transportierten sie das Diebesgut nach Serbien. Ein Teil der Beute im Wert von rund 9.000 Euro wurde sichergestellt und den Besitzern bereits ausgefolgt.
Zwei Serben im Alter von 26 und 45 Jahren wohnen im Bezirk Mödling bzw. Wien,
fünf weitere Serben haben ihren Wohnsitz in Serbien. Die zwei
Haupttäter, die am 9. März auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Salzburg
festgenommen worden waren, zeigten sich laut Polizei zum Teil
geständig. Zwei weitere Hauptbeschuldigte im Alter von 26 und 35 Jahren
sind noch flüchtig.
Gegen die Bande wird wegen Einbruchs- und
gewerbsmäßigen Diebstahls sowie wegen einer kriminellen Vereinigung
ermittelt. Ein 43-jähriger Serbe, der im Bezirk Braunau wohnt, wird
wegen Hehlerei beschuldigt. Er soll Teile der Beute nach Serbien
geschleust oder andere Personen beauftragt haben, diese in sein
Heimatland zu bringen.