Am Mittwoch startete das Nova Rock Festival in Nickelsdorf mit einem Déjà-vu für viele Festivalbesuchende: Regen und Schlamm standen wieder an der Tagesordnung.
Auf den Caravan-Flächen steckten am Vormittag "die ersten Fahrzeuge bereits fest", ließ der Veranstalter wissen. Man ging aber von einer pünktlichen Eröffnung des Geländes aus, allerdings gibt es auf der Red Stage eine Verschiebung. Der ursprüngliche Opener Pöbel MC wird in den Abendstunden auf der Red Bull Stage performen. Man rechnete mit weiteren Regenfällen im Laufe des Tages.
Starker Regen auf den Pannonia Fields
Auf
den Pannonia Fields in Nickelsdorf hatte es Dienstagabend und während
der Nachtstunden stark geregnet. Das setzte den Caravan-Flächen stark
zu, so der Veranstalter. Zugleich wies man darauf hin, dass die
Vorbereitungsarbeiten am Kerngelände "auf Hochtouren" laufen. Das
Programm auf der Blue Stage soll pünktlich mit der US-Rockband Vended starten, auf der Red Stage peilte man 15.00 Uhr an.
Die Anreise zum Festivalgelände lief am Mittwochvormittag trotz des Regens
ohne gröbere Probleme, hieß es auf APA-Anfrage von
Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See und Polizei. Die Wege seien zwar
gatschig, die Besucher aber gut darauf eingestellt, sagte
Bezirkshauptfrau Ulrike Zschech. Die Regenfälle seien in Nickelsdorf zum
Glück nicht ganz so heftig ausgefallen wie in anderen Gemeinden in der
Region, dennoch wünsche man sich natürlich die Sonne herbei. Das
aufgrund des verregneten Vorjahrs angepasste Verkehrskonzept für An- und
Abreise dürfte sich nun bewähren. Vor allem bei der Abreise erwarte man
sich dadurch Vorteile, so Zschech.
Nova Rock: Zunächst kein Stau am Vormittag
Stau gab es am Vormittag
vorerst keinen. "Es ist alles ruhig, alles passt", sagte ein
Polizeisprecher. Ideal sei das Wetter für die Anfahrt aufgrund der
schlammigen Parkplätze nicht, betonte der ÖAMTC. Wer die Möglichkeit
habe, könne durchaus noch zuwarten, ob das Wetter besser werde. Vom Regen
betroffen war auch der öffentliche Verkehr Richtung Nickelsdorf.
Zwischen dem niederösterreichischen Bruck an der Leitha und Neusiedl
mussten die Anreisenden wegen Unwetterschäden vom Zug auf einen
Schienenersatzverkehr ausweichen.
Nova Rock-Festival bis 2026 vertraglich in Nickelsdorf fixiert
Das 17. Nova
Rock wird nicht das letzte in Nickelsdorf sein: Bis 2026 ist das
Festival dort vertraglich fixiert, aber wie Intendant Ewald Tater in
einem APA-Interview im Voraus betonte, sei eine Fortführung darüber
hinaus "angedacht". Schließlich wurde heuer kräftig in die Infrastruktur
investiert.
Mit
dem heurigen Line-Up zeigte sich Tatar "sehr zufrieden". Der
Burgenländer betonte, "dass es zum Teil schwierig war, das Line-Up
zusammenzubekommen, weil nicht so viele Bands auf Tour sind wie noch
2019. Aber das wird sich ändern, das merke ich schon für 2024." Die
Post-Corona-Folgen sollten also bald der Vergangenheit angehören.
Dass nicht nur "harte" Acts vertreten sind, wird in Foren unterschiedlich kommentiert. Dazu Tatar: "Das Nova Rock hat ab 2015 eine Richtungsänderung eingeschlagen und wird in diese Richtung weitergehen." Das sei die richtige Entscheidung gewesen: "Die Besucherzahlen waren am niedrigsten, als das Festival nur mehr richtig hart unterwegs war. Seit dem hatten wir zuletzt Besucherzahlen zwischen 200.000 und 220.000. Ich sehe das als Bestätigung. Das heißt nicht, dass es 2024 nicht vielleicht wieder härter wird. Natürlich polarisiert das Line-Up manchmal, aber Diskutieren ist ja grundsätzlich nichts Schlechtes", so der Intendant.