Babler will der Partei Stolz und Würde zurückgeben. Die SPÖ müsse eine Partei sein, die sich vor nichts und niemanden fürchte. Das Comeback der Sozialdemokratie starte hier und heute.

Babler will der Partei Stolz und Würde zurückgeben. Die SPÖ müsse eine Partei sein, die sich vor nichts und niemanden fürchte. Das Comeback der Sozialdemokratie starte hier und heute.
Präsentiert wurde das Ergebnis von der neuen Leiterin der Wahlkommission Klaudia Frieben, nachdem Michaela Grubesa am Vormittag zurückgetreten war. Das nun endgültige Ergebnis sieht so aus. 317 Stimmen gingen an Babler, 280 an Doskozil, fünf Delegierte wählten ungültig. In Prozenten holte der neue Parteichef 52,66 Prozent, Doskozil 46,51. Der Rest war ungültig.
Für Babler sind alle Zweifel am Abstellungsprozess nun ausgeräumt. Es seien ja alle elf Urnen korrekt ausgezählt worden. Zudem soll es im Herbst bereits wieder einen Parteitag geben, dann einen ordentlichen. Dort will Babler auch eine Statutenänderung mit dem Ziel, dass die Parteivorsitzenden künftig von den Mitgliedern gewählt werden und Koalitionsabkommen ebenfalls der Basis vorgelegt werden.
Wie sein Team aussehen wird, wollte der neue SPÖ-Chef heute nicht sagen. Bürgermeister und Bundesrat bleibt er "bis auf weiteres". Jedenfalls plant er eine Sommertour durch ganz Österreich.
Dass mit ihm keine Koalition mit der FPÖ in Frage kommt, unterstrich Babler. Bei der ÖVP ließ sich der neue SPÖ-Chef eine Hintertür offen. Dafür müsse sich die Volkspartei erst wieder koalitionsfähig machen. Bezüglich der Blockade von Zwei-Drittel-Mehrheiten im Nationalrat legte sich Babler nicht fest, ob man bei dieser "Taktik" bleiben werde, wobei er ohnehin bestritt, dass es sich um eine Blockade-Haltung handle. Dies wolle er in der Klubvollversammlung debattieren. Den Klubvorsitz wird jedenfalls nicht er übernehmen sondern jemand aus dem Nationalrat.
Babler hat übrigens inzwischen mehrfach versucht, Doskozil zu erreichen - vergeblich. Am Mittwoch kommen die Parteigranden möglicherweise zu einem Präsidium zusammen.
(APA/Red)
