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Mega-Kündigungswelle nach Übernahme von Kika/Leiner

6-06-2023, 14:31

Auf die Neuübernahme von Kika/Leiner folgte eine große Kündigungswelle. Der neue Eigentümer kündigt 1.900 von 3.900 Mitarbeitern.

Der neue Eigentümer des operativen Geschäfts der angeschlagenen Möbelkette Kika/Leiner wird 1.900 von 3.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kündigen und 23 von 40 Standorten per Ende Juli schließen. Auch die Zentralabteilungen und die Verwaltung soll "erheblich" verkleinert werden. "Wir sind angetreten, um Kika/Leiner zu retten. Und wir retten jetzt, was zu retten ist", so der neue Kika/Leiner-Betreiber und Geschäftsführer Hermann Wieser am Mittwoch in einer Aussendung.

Neuer Eigentümer von kika/Leiner kündigt 1.900 von 3.900 Beschäftigen

"Um das Unternehmen wirtschaftlich überlebensfähig und vor allem langfristig wettbewerbsfähig zu machen, sind tiefgreifende Einschnitte und ein schneller, konsequenter Cut notwendig", erklärte Wieser. Die Möbelkette sei mit einem operativen Verlust in Höhe von mehr als 150 Mio. Euro übernommen worden und um die laufenden Kosten zu decken, betrage der Liquiditätsbedarf bei sinkenden Umsätzen monatlich circa 8 bis 10 Mio. Euro.

Kika/Leiner-Chef: Mitarbeiter sind die Hauptleidtragenden

"Bedauerlicherweise sind die Hauptleidtragenden die Mitarbeiter, die am wenigsten dafür können", so der neue Kika/Leiner-Chef. Aus diesem Grund habe man gemeinsam mit den Betriebsräten für die durch Kündigung betroffenen Mitarbeiter ein Maßnahmenpaket beschlossen.

Kika/Leiner wechselte vergangene Woche den Besitzer

Vergangene Woche wechselte Kika/Leiner den Besitzer. Nach knapp fünf Jahren als Eigentümer verkaufte die Signa Retail Gruppe des Tiroler Investors Rene Benko die Immobilien der Möbelkette für einen nicht genannten Preis an die Supernova Gruppe des deutschen Fachmarkt-Unternehmers Frank Albert. Das operative Geschäft ging an Wieser.

(APA/Red)

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