Mit dem Projekt "Gemeinsam.Sicher" will die Jägerschaft im Bezirk Lilienfeld mit der Polizei eng zusammenarbeiten.
Beim
jährlichen Sicherheitsforum „GEMEINSAM.SICHER mit der Jägerschaft im
Bezirk Lilienfeld“ blickten Niederösterreichs Polizei sowie der NÖ
Jagdverband gemeinsam auf das erste
Niederösterreich-weite Projektjahr zurück. Durch eine klare,
strukturierte und professionelle Vorgangsweise, eine wechselseitige
Verständigung und die Herstellung von Rechtssicherheit bei Wildunfällen
können Jägerinnen und Jäger rasches verletztes Wild nachsuchen
und es versorgen. Damit wird Tierleid verringert bzw. vermieden. Zudem
steigt die Verkehrssicherheit, da die Unfallstelle nach Wildunfällen
schneller geräumt werden kann. Ein wesentliches Ziel war zudem, das
beidseitige Verständnis zu erhöhen. Aufgrund des
Erfolgs und des positiven Resümees will der Projektverantwortliche von
GEMEINSAM.SICHER im Innenministerium (BMI), Manuel Scherscher, die
Initiative nun auf ganz Österreich ausweiten.
Am
Sicherheitsforum nahmen Innenminister Gerhard Karner und
Landesjägermeister Josef Pröll als höchste Vertreter der Exekutive und
der Jagd teil. Weitere Teilnehmer waren zudem
Bundespolizeidirektor Michael Takacs, Landespolizeidirektor Franz Popp
und dessen Stellvertreter Manfred Aichberger sowie seitens des NÖ
Jagdverbands Generalsekretärin Sylvia Scherhaufer und der
Sicherheitsbeauftragte, Bernhard Treibenreif, der auch Direktor
für Spezialeinheiten im BMI und Kommandant des EKO Cobra ist. Die
Behörde und Stadtgemeinde Lilienfeld waren mit Bezirkshauptfrau
Heidelinde Grubhofer und Bürgermeister Manuel Aichberger vertreten.
Das
Kernteam von „GEMEINSAM.SICHER mit der Jägerschaft im Bezirk
Lilienfeld“ umfasst Bezirksjägermeister Martin Schacherl, seinen
Stellvertreter Franz Schweiger, dessen Vorgänger
Ferdinand Heindl sowie Michael Hochgerner und Josef Eigelsreiter
seitens der Polizei. Sie präsentierten beim Sicherheitsforum einen
Rückblick über den Verlauf der Initiative und gingen auf
Problemstellungen, Herausforderungen und die angestrebten Ziele ein.
Das
Projekt „GEMEINSAM.SICHER mit der Jägerschaft“ hat zum Ziel, nach
Wildunfällen möglichst schnell eine Jägerin oder einen Jäger zu rufen,
um verletzte Wildtiere zu versorgen.
Bis 2021 konnte das in Niederösterreich nur der entsprechende
Revierjäger, was zu Verzögerungen führte. Daher haben der
Sicherheitsbeauftragte des NÖ Jagdverbands, Bernhard Treibenreif, und
Landespolizeidirektor Franz Popp bei einem gemeinsamen Sicherheitsforum
im Rahmen von „Gemeinsam.sicher“ entsprechende Maßnahmen ausgearbeitet,
die eine raschere Versorgung gewährleisten. Vorbild war dabei der
Bezirk Lilienfeld, in dem das Projekt bereits seit 2015 umgesetzt wird.
Im Zuge des Projekts werden pro Hegering mehrere Jägerinnen und Jäger namhaft gemacht, die bei Nichterreichbarkeit der revierzuständigen Jäger auch außerhalb ihres Reviers ein im Straßenverkehr verwundetes oder verletztes Wildtier versorgen bzw. erlösen dürfen. Sie werden künftig bei einem Wildunfall von der Polizei verständigt.