Einzelne Unterkommissionen könnten bei den Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) nach den Serverproblemen aber länger offenhalten, hieß es am Mittwoch aus der ÖH gegenüber der APA.

Einzelne Unterkommissionen könnten bei den Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) nach den Serverproblemen aber länger offenhalten, hieß es am Mittwoch aus der ÖH gegenüber der APA.
Wegen der Überlastung eines Servers gab es am Dienstag an den meisten Standorten im Zeitraum zwischen elf und 14 Uhr technische Probleme - wobei das Ausmaß je nach Einrichtung unterschiedlich war und von wenigen Minuten bis zu zwei Stunden dauerte. Gewählt wird zwar mit gewöhnlichen Stimmzetteln. Allerdings muss über das elektronische Wahlsystem festgestellt werden, wer wo welche Vertretungen wählen darf. Wer etwa an zwei Hochschulen inskribiert ist, darf an beiden über die Hochschulvertretung und die Studienvertretung abstimmen und ist berechtigt, an beiden seinen Stimmzettel über die Bundesvertretung abzugeben. Hat er das aber an einer bereits getan, darf er an der anderen keinen Stimmzettel mehr erhalten.
Die Serverprobleme sind laut ÖH bereits behoben. Für die letzten beiden Wahltage am Mittwoch und Donnerstag habe man außerdem die Kapazitäten vervielfacht.
Je nach Anzahl der Studierenden müssen die Hochschulen über die drei Wahltage hinweg die Wahllokale für eine gewisse Mindestzeit offenhalten. Da die Ausfälle laut ÖH nirgendwo länger als zwei Stunden gedauert hätten, dürfte diese Mindestzeit aber wohl nicht unterschritten worden sein. Die meisten Hochschulen hätten ohnehin auch einen bestimmten "Puffer" eingeplant, zum Teil wurden auch die Wahlzeiten gestern schon verlängert. Einzelne Unterkommissionen könnten aber von sich aus beschließen, am Mittwoch und/oder Donnerstag eine halbe Stunde oder Stunde "draufzulegen".
Am ersten Tag haben rund acht Prozent der Studierenden ihre Stimme abgegeben. Das ist etwas mehr als am Starttag beim letzten Urnengang vor zwei Jahren, als am Ende nur eine Wahlbeteiligung von 16 Prozent stand.
Bis heute, Mittwoch, Abend um 18.00 Uhr müssen auch etwaige Wahlkarten bei der Wahlkommission eingelangt sein. Die ÖH-Wahl endet am Donnerstag, die letzten Wahllokale schließen am Nachmittag. Mit einem Endergebnis wird am späten Donnerstagabend gerechnet.
Bundesweit kandidieren neun Listen. In der 55 Mandate umfassenden Bundesvertretung verfügt der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) über 14 Mandate, die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) und die ÖVP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) haben je zwölf. Die Jungen Liberalen Studierenden (JUNOS) halten sechs Mandate, auf die gleiche Anzahl kommen die Fachschaftslisten (FLÖ). Zwei konkurrierende Kommunistische Studierendenverbände (KSV LiLi bzw. KSV Kommunistische Jugend/KJÖ) haben je zwei Mandate, über den letzten Sitz verfügt der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS). Neben diesen acht Fraktionen steht auch noch die neue Liste "Who the F*uck is Herbert" bundesweit am Stimmzettel. Die ÖH-Spitze bilden eine Koalition aus VSStÖ, GRAS und FLÖ.
