Beim 20. Austrian BirdRace wurden österreichweit 240 Vogelarten gezählt. Das Siegerteam beim BirdRace stammt aus Oberösterreich.
Das macht die Jubiläumsveranstaltung zur artenreichsten der letzten zehn Jahre. Zurückzuführen ist dies auf eine hohe Anzahl an Durchzüglern, die nicht in Österreich brüten, aber auf ihren Zugrouten durch Österreich streifen. Das Siegerteam stammt aus Oberösterreich und zählte 126 Vogelarten. Insgesamt konnten über 8.000 Euro für gezielte Artenschutzprojekte gesammelt werden – ein neuer Rekord an „erbirdeten“ Spendengeldern.
Das Siegerteam „Die Grenzgänger“
ging an seine Grenzen und beobachtete in 19 Stunden am Unteren Inn an der Staatsgrenze
zu Deutschland (Oberösterreich) 126 Vogelarten. „Der Untere Inn ist wie andere
große Feuchtgebiete ein wichtiger Rastplatz für internationale Gäste“, erklärt
BirdRace-Initiator Christoph Roland die hohe Artenzahl.
Neben der Beobachtung
nicht-heimischer Durchzügler wie Raubseeschwalbe, Fischadler,
Sichelstrandläufer und Steppenweihe wurden die für heuer ersten der spät
zurückkehrenden Brutvögel wie Zwergschnäpper oder Zwergohreule erfasst. Erste
Jungvögel wie gerade ausgeflogene Kohlmeisen oder kleinen Stockentenküken
entzückten die insgesamt 90 Teams und 46 Solo-Racer. Zu den häufigsten
beobachteten Vogelarten zählten bekannte und allgegenwärtige Arten wie Amsel,
Kohlmeise und Mönchsgrasmücke. Rar machten sich hingegen unter den heimischen
Vogelarten die Vertreter der Alpen- und Bergwaldvögel: Nur zwei Teams konnten
Ringdrossel und Dreizehenspechte und nur ein Team einen Weißrückenspecht
entdecken.
Einmal mehr erwiesen sich damit die
großen Flüsse und Feuchtgebiete wie der Untere Inn in Oberösterreich, die
March-Thaya-Auen in Niederösterreich, das burgenländische Neusiedler
See-Gebiet, das Vorarlberger Rheindelta oder der Tiroler Lech als Hotspots für
die Vogelbeobachtung. Als wichtige Rast- und Brutgebiete verdienen sie
besonderen Schutz.
Das eingenommene Spendengeld von rund 8.000 Euro kommt Schwalbenschutzmaßnahmen (Koloniebetreuung, Nisthilfen, lebensraumverbessernde Maßnahmen) in mehreren Bundesländern und dem Erwerb von Nistkästen für Großhöhlenbrüter im Nordburgenland zu Gute.