Am Montag haben Vertreter aus Österreichs Wirtschaft auf einer Pressekonferenz in Wien im Rahmen der Global-2000-Initiative "Neustart" mehr Tempo beim Klimaschutz gefordert.
Im Zentrum der Forderungen stehen der rasche Beschluss eines Klimaschutzgesetzes, des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes und des Energieeffizienzgesetz. "Wir stehen am Anfang vom Ende des fossilen Zeitalters. Kein führt Weg an beschleunigtem Klimaschutz vorbei", so Ex-Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber.
Anzengruber: "Die Zeit drängt"
"Die Zeit drängt", sagte Anzengruber als Mitglied der "CEOs for Future" auf dem Medientermin. Die Politik müsse rasche und ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen unverzüglich auf den Weg bringen, um Österreich als Standort zukunftsfit zu machen, betonte Anzengruber zusammen mit Hildegard Aichberger, Vorstandsvorsitzende bei der Ökostrom AG, Gerhard Oswald, Aufsichtsratsvorsitzender bei Raiffeisen-Kärnten und Manfred Stanek, Vorstandsmitglied beim oberösterreichischen Kunst- und Schaumstoffhersteller Greiner AG.
Einer von sechs aller
Erwerbstätigen arbeite in Österreich in der Industrie, hieß es auf der
Pressekonferenz. "In Zukunft werden Investoren nur in jene Länder
investieren, die ihre Klimaziele erreichen", so Stanek. Er finde es
darum "beschämend, dass es noch kein Klimaschutzgesetz gibt", so Stanek.
Auch die anderen beiden Gesetze würden dringend gebraucht.
Wirtschaftsvertreter fordern mehr Tempo bei Klimaschutzgesetzen
Oswald
wies vor allem auf Planbarkeit als wichtigen Faktor für die
Wettbewerbsfähigkeit hin. "Für die Unternehmer und unsere Kunden und
Kundinnen sind planbare Rahmenbedingungen und die Sicherheit im
Rechtssystem ganz wesentliche Faktoren, damit sie in den Ausbau der
erneuerbaren Energien investieren", sagte Oswald.
Aichberger wies
auf Zahlen der Statistik Austria hin, wonach im vergangenen Jahr in
Österreich Energie für 26 Milliarden Euro importiert wurde. "Das ist
großteils Geld, das in fossile Energie investiert wird", so Aichberger.
In den Ausbau von erneuerbarer Energie sei hingegen nur spärlich
investiert worden, so Aichberger.
Gesetzliche Rahmenbedingungen seien überfällig
Die gesetzlichen
Rahmenbedingungen zum Klimaschutz seien längst überfällig, hieß es von
Global 2000 und Verein Klimavolksbegehren dazu. "Die Bundesregierung und
die Landeshauptleute müssen jetzt handeln", sagte
Global-Klimasprecherin Viktoria Auer.
Die Initiative der Umweltschutzorganisationen Global 2000, WWF sowie des Vereins Klimavolksbegehren hatte im Jänner 2023 einen Online-Appell mit sieben Forderungen an die gesamte Bundesregierung und die Landeshauptleute gerichtet.