Beim siebenten "Austrian World Summit" (AWS) stehen erneut Lösungen für die Klimakrise im Vordergrund.
Insbesondere wird am 16. Mai in der Wiener Hofburg der Klimaschutz als friedensicherendes Element thematisiert, kündigte AWS-Organisatorin Monika Langthaler am Montag bei einem Medientermin an. Strukturell zeigt sich der Klimaevent zudem leicht verändert: Mehr Dialog auf Augenhöhe und weniger "Klima-Frontalunterricht" steht diesmal am Programm.
Schüler zum "Austrian World Summit" in Wien eingeladen
Davon sollen auch rund 300 Schüler und Schülerinnen der siebenten Klasse Oberstufe profitieren. Sie wurden heuer zum Summit eingeladen, denn es sei "wichtig, dass die junge Generation" von den Lösungsansätzen erfährt, egal ob es sich dabei um ein digitales Tool für Abfallmanagement aus Indien handelt oder Energielösungen für den ländlichen Raum aus Nigeria, oder ein Wellenkraftwerk aus Israel.
Wie
Klimaschutz und geopolitische Sicherheit miteinander verknüpft sind,
wird zuvor unter anderem jedoch Tom Middendorp erklären, der ehemalige
Befehlshaber der niederländischen Streitkräfte. Middendorp, der sich
selbst als "Klimageneral" bezeichne, wurde laut Langthaler sehr bewusst
eingeladen, nachdem er in Afrika NATO-Einsätze geleitet hat - und weil
auch der Bürgerkrieg in Syrien mit eine Folge der Klimakrise gewesen
sei, so die AWS-Direktorin unter Hinweis auf eine Studie des
US-Verteidigungsministeriums. Das Pentagon warnte schon vor mehr als
einem Jahrzehnt vor dem Klimawandels als Kriegstreiber.
"Austrian Wold Summit": Es geht auch um Optimismus
Dürre und
massive Landflucht als deren Folge, dies sehen wir in afrikanischen
Staaten, "und wir werden das leider noch viel öfter sehen", so
Langthaler. Doch beim Austrian World Summit geht es trotz dieser
düsteren Prognose auch um Optimismus: "Jeder Einzelne von uns hat mehr
Macht und Kraft, als wir ahnen", sagte Arnold Schwarzenegger schon im
Vorfeld der Klimakonferenz und "We have the Power" lautet auch das
heurige Motto. ""Wir haben aus geopolitisch Sicht eine nicht so positive
Ausgangssituation", räumte Langthaler unter Hinweis auf den
Ukraine-Krieg ein, aber es gelte zu unterstreichen, dass "jede
Investition in den in Klimaschutz auch eine Investition in den Frieden
ist". Auf diesen Aspekt werde Schwarzenegger eingehen, der zusammen mit
Middendorp und dem Ex-Schwergewichts-Boxweltmeister Wladimir Klitschko
das erste Panel "Climate Change and Security" präsentieren wird.
Neben
Gastgeber Schwarzenegger und Bundespräsident Alexander Van der Bellen
werden unter anderem der kirgisische Präsident Sadyr Zhaparov,
Bundesministerin Leonore Gewessler (Grüne) und ihre Amtskollegin aus
Pakistan erwartet. Sherry Rehman wird sich per Liveschaltung zu Wort
melden und zusammen mit Gewessler und Zhaparov im zweiten von insgesamt
vier Panels die Klimaziele thematisieren bzw. wie diese doch erreicht
werden könnten. Und auch UN Generalsekretär Antonio Guterres wird im
Laufe des Vormittags via Videobotschaft ein Statement abgeben.
Präsentation von Klima-Projekten beim ""Austrian World Summit" in Wien
Nach
der Mittagspause geht es dann gegen 14.00 Uhr in Richtung Austausch.
Erst werden dabei wieder Beispiele für Klima-Projekte präsentiert. So
wird etwa der Finne Tommi Eronen seine "Polar Night Energy" vorstellen
und dabei zeigen, wie er mit Sandbatterien eine Ergänzung für
Fernwärmesysteme liefert. Neun weitere Projekte stehen auf diesem
Programmteil. Dann folgt mit den "Networking Islands" ein Novum auf dem
Word Summit. Hier wird nicht nur den Schülern und Schülerinnen dann die
Möglichkeit geboten, noch einmal persönlich mit den Vortragenden ins
Gespräch zu kommen.
Eröffnet wird der zweite Teil jedoch von einem Live-Act: dem Kalush Orchestra, das 2022 mit "Stefania" Turiner Eurovision Song Contest gewonnen hat. Nicht zuletzt soll mit dem Auftritt der Band soll auch der Support für die Menschen in der Ukraine unterstrichen werden.