In Österreich hat die Zahl an Schulwegunfällen im Vorjahr gegenüber 2021 wieder zugenommen.
Nach Angaben des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) stieg die Zahl um 62 auf 418. Im Vergleich zum Vor-Coronajahr 2019 waren es aber noch immer um 92 weniger. Jeder vierte Schulwegunfall ereignete sich demnach in den Monaten Mai und Juni. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen zur Schulwegsicherheit, wenn Kinder zu Fuß gehen oder mit dem Rad in die Schule fahren.
434 Kinder wurden 2022 bei Verkehrsunfällen am Schulweg verletzt, ein Kind starb. Im Vergleich zu 2021 und 2020, als es pandemiebedingt viel Homeschooling gab, nahm die Zahl der bei Schulwegunfällen verletzten Kinder um 69 beziehungsweise 142 zu, im Vergleich zum Vor-Coronajahr 2019 wurden um 142 Kinder weniger bei Verkehrsunfällen am Schulweg verletzt, wie eine VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigte.
"Insgesamt sind Schulwege im Vergleich zu Freizeitwegen
sicherer, auch dank der Schulwegsicherung durch Schülerlotsen und
Exekutive. Werden Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad begleitet, können
Verkehrssituationen besprochen werden", erläuterte VCÖ-Expertin Lina
Mosshammer. Im Auto sei dies nicht möglich. Elterntaxis sorgen zudem vor
Schulen immer wieder für Verkehrsprobleme. Der Schulweg sei für Kinder
und Jugendliche zudem eine Chance, auf eine regelmäßige Portion Bewegung
zu kommen, betonte der VCÖ.
Der VCÖ bietet nach eigenen Angaben nun im Internet ein interaktives Kartentool an, in dem Straßen markiert werden können, wo beispielsweise der Verkehr zu schnell ist, Übergänge unübersichtlich sind oder andere Gefahrenstellen bestehen. Bis 31. Mai sind Einträge unter https://map.vcoe.at/verkehrsberuhigung/ möglich. Der VCÖ übermittelt diese dann gesammelt an die zuständigen Gemeinden, Städte oder Bezirke.